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Siberian Husky

Siberian Husky - bild
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Rasse Siberian Husky
Andere Namen Chukcha, Chuksha, Husky, Icee, Sibe
Ursprung USA, Russland
Größe Mittlere Hunderassen
Gruppe Gebrauchshunde
Lebenserwartung 12 -15 Jahre
Temperament / Aktivität Sanft, Intelligent, Abgehend, Aufmerksam, Freundlich
Widerristhöhe Rüde: 53–60 cm Hündin: 51–56 cm
Gewicht Rüde: 20–27 kg Hündin: 16–22 kg
Hunde Fellfarben Schwarz, Rote, Silber, Grau, Braun, Weiß, Schwarz und Weiß, Schwarz und Bräune, Kupfer, Agouti, Zobel, Spritzen, Schecke
Welpen Preis 570 - 1100 EUR
Hypoallergene nein
Siberian Husky Welpen
Siberian Husky Welpen
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Rassen-Eigenschaften

Anpassungsfähigkeit
Rundherum Freundlich
Gesundheitspflege
Trainierbarkeit
Bewegungsbedürfnisse

Der Sibirische Husky ist die bekannteste und beliebteste Schlittenhunderasse. Er ist heute ein recht verbreiteter Familien- und Begleithund, obwohl es dafür durchaus geeignetere Rassen als ihn gibt. Sein faszinierendes Aussehen - wolfsähnlich urwüchsig und doch exotisch mit blauen oder gar verschiedenfarbigen Augen - hat in vielen Menschen den Wunsch nach einem solchen Hund geweckt.

Die meisten Huskys sind menschenfreundlich und umgänglich. Doch dies reicht als Qualifikation zum unkomplizierten Familienhund nicht aus. Huskys haben einen schier unbändigen Bewegungsdrang, die meisten außerdem einen ausgeprägten Jagdtrieb. Nicht wenige Huskys wurden auf einem ihrer Jagdausflüge erschossen oder überfahren, und auch so manches Blutbad unter Schafen, Kaninchen oder Hühnern geht auf das Konto eines unbeaufsichtigt streunenden Schlittenhundes.

Man muss sich vor der Anschaffung eines Hundes dieser Rasse absolut seiner Verantwortung im Klaren sein: dem Hund, aber auch seiner Umwelt gegenüber. Nicht ohne Grund klagen die Tierheime über den zunehmenden Anteil an Schlittenhunden und deren Mischlingen. Viele dieser unglücklichen Tiere wurden einmal als Herzenswunsch von Menschen angeschafft, die sich recht baljl von den elementaren Bedürfnissen dieser Hunde überfordert sahen.

Im Idealfall wird der Schlittenhundesport zu Ihrem Hobby, und sie halten gleich mehrere Huskys in großräumigen, gut eingezäunten Außenanlagen. Dass dies eine extrem geld- und zeitintensive Freizeitbeschäftigung ist, können Sie sich sicher vorstellen! Zumindest muss man dem cleveren Husky viel, viel Bewegung, am besten am Fahrrad bieten sowie einen regen Anteil am Rudelleben-Familienleben und eine adäquate Ausgleichsbeschäftigung, zum Beispiel im Breitensport.

Die Erziehung kann schwierig sein, da Huskys sehr eigenwillig sind und gerne selbst entscheiden. Schlittenhunde können schlecht in einer Wohnung stundenlang sich selbst überlassen werden: Sie reißen buchstäblich die Tapete von den Wänden! Im Sommer kann ihnen die Hitze zu schaffen machen. Ihr wahres Element sind Eis und Schnee. Auch wenn man immer wieder liest, dass Schlittenhunde sehr verträglich mit Mensch und Tier sind, so ist doch manchmal Vorsicht mit fremden kleineren Hunden geboten.

Auch lieben es manche Huskys nicht, von Fremden zu sehr bedrängt zu werden. Alles in allem ist der Husky absolut kein Hund für Jedermann. Besser wäre es, sich im Zweifelsfall gegen als für seine Anschaffung zu entscheiden! Auf jeden Fall sollte jeder Interessent, der nicht Schlittenhundesport mit seinem Husky betreiben möchte, einen Welpen aus Show-Linien mit Hausaufzucht wählen.

Wie auch die anderen Nordischen Hunderassen können Huskys, die im Haus gehalten werden, Hautprobleme und auch einen recht starken Eigengeruch entwickeln. Ab und zu treten Hormonstörungen und auch Futterunverträglichkeiten auf. Während des Haarwechsels ist intensives Bürsten nötig!  

Höhepunkte

  • Abhängig von Ihrem Klima haaren Sibirische Huskies im Allgemeinen nicht viel, außer zu den Jahreszeiten, wenn sie ihr Fell wechseln, was bedeutet, dass sie sehr viele Haare auf einmal verlieren. Das passiert ungefähr zweimal im Jahr, öfter, wenn Sie in einem warmen Klima leben; wenn es an der Zeit ist haart diese Rasse, für etwa drei Wochen, sehr viel.
  • Sibirische Huskies sollten nicht in der Wohnung gehalten werden, können sich jedoch anpassen, wenn sie gut genug trainiert werden und viel Auslauf bekommen.
  • Sibirische Huskies sind bekannt für ihre Ausreißkünste, sie laufen oft weg und verschwinden einfach. Sie können über Zäune springen, können Ketten zerstören, sich aus ihrem Halsband winden und andere Fluchtwege finden. Sie benötigen einen Garten mit einem hohen Zaun, der außerdem einige Zentimeter in den Boden gegraben sein sollte, damit der Husky sich nicht herausbuddeln kann.
  • Sibirische Huskies können innen und außen sehr destruktiv sein. Wenn Sie im Inneren nicht in einer Hundebox gehalten werden, kann diese Rasse das ganze Haus zerstören und viel Schaden anrichten. Draußen buddeln sie am liebsten und graben gerne den gesamten Garten und die Blumenbeete um. Gibt man dem Hund einen Buddelort im Garten, sind Sie und er viel glücklicher.
  • Obwohl sie gerne jaulen, bellen Sibirische Huskies nur selten und werden auch nicht warnen, wenn jemand Ihr Grundstück betritt. Daher sind sie nicht als Wachhund geeignet. Huskies würden einem Räuber eher behilflich sein, als ihn zu bedrohen.
  • Sibirische Huskies sind keine gute Rasse für unerfahrene oder zaghafte Besitzer. Sie brauchen eine starke Hand und einen Besitzer, der die Alphaposition einnimmt. Sie benötigen zudem vom Welpenalter an Gehorsamstraining und können sehr stur und schwierig sein.
  • Sibirische Huskies sind äußerst neugierig und können sich beim Erforschen neuer Dinge und Orte verletzten, oder gar verlaufen.
  • Liebevoll und gutmütig beschreibt den Sibirischen Husky am besten. Im Allgemeinen kommen sie gut mit Kindern zurecht, dennoch sollte man kleine Kinder nie mit Hunden alleine lassen. Sie kommen auch gut mit mehreren Menschen zurecht und können mit anderen Hunden gehalten werden.
  • Sibirische Huskies wurden gezüchtet nicht viel Futter zum Überleben zu benötigen. Das ist noch immer so und der Sibirische Husky braucht nicht viele Kalorien am Tag. Es ist wichtig, dass Sie den Züchter nach einer Dosierempfehlung fragen und sich dann auch daran orientieren.
  • Huskies können während des Gassi Gehens nicht von der Leine abgemacht werden. Sie würden weglaufen und zudem andere kleine Tiere jagen.
  • Aufgrund ihrer Schönheit gehören Huskies zu einer dem am meisten fälschlicherweise gekauften Hunderasse. Viele beachten ihr Temperament und ihre besonderen Eigenheiten nicht und sind dann meist mit ihrem widerspenstigen, wenn auch schönem, Hund überfordert. Aufgrund der Fehlinformationen ihrer Besitzer verlaufen sich viele Sibirische Huskies, werden getötet, oder in Tierheimen abgegeben. Lernen Sie die Rasse ganz genau kennen, bevor Sie sich dazu entscheiden einen Sibirischen Husky zu kaufen. Besuchen Sie einige Züchter der Rasse, oder Tierheime, lesen Sie Bücher, sprechen Sie mit anderen Besitzern und, wenn möglich, nehmen Sie einen Husky auf Zeit bei sich auf. Sollten Sie nach all den Informationen noch immer einen Sibirischen Husky haben wollen, nehmen Sie sich die Zeit zu überlegen, ob Sie einen Hund aus dem Tierheim, oder einen Welpen zu sich holen wollen. Folgen Sie den Anweisungen Ihres Züchters und vergessen Sie nicht, dass dieser wunderschöne Hund Ihr Leben zu einem Abenteuer machen wird und nicht immer zu einem tollen Abenteuer.
  • Um einen gesunden Hund zu bekommen, kaufen Sie niemals von einem unverantwortlichen Züchter, einem Massenzüchter, oder einem Zoogeschäft. Suchen Sie nach einem seriösen Züchter, der seine Zuchthunde testet, um sicherzugehen, dass sie keine genetischen Krankheiten haben, die auf die Welpen übertragen werden könnten und dass sie feste Charaktere haben.

Persönlichkeit

Sibirischer Huskies sind Rudelhunde und benötigen einen Besitzer, der das Rudel eindeutig anführt. Das Training wird so leichter, da Ihr Hund Sie respektiert, seien Sie jedoch nicht überrascht, falls er die Grenzen Ihrer Rudelposition austesten sollte und ab und an versucht die Oberhand zu gewinnen.

Falls dies passiert, sollten Sie keinesfalls nachgeben. Setzen Sie Ihre Stellung als Anführer durch - nicht durch Mobbing oder Schlagen - sondern indem Sie die Grundregeln mit Klahrheit und Konsistenz festsetzen.

Eine der besten Arten Ihre Leiterrolle zu etablieren geschieht dadurch, dass Sie den Hund auf das Fressen seines Futters warten lassen. Der Husky wird Sie als Hüter aller wertvollen Ressourcen ansehen - darunter: Futter, Leckerchen, Spielzeuge und andere Hundesachen.

Diese hochenergetische Rasse kann im Haus und auch draußen sehr destruktiv sein - besonders wenn er gelangweilt ist, oder nicht die richtige Bewegung bekommt. Lässt man sie alleine, dann wird er das Haus zerstören und bei einem Sibirischen Husky gab es sogar einen Fall, wo dieser sich durch eine Zementwand gefressen hat.

Sie werden Blumenbeete und Gärten umgraben, können jedoch dazu trainiert werden, nur in bestimmten Bereichen des Gartens zu graben. Es ist für alle besser, wenn Sie Ihren Husky von Anfang an dazu trainieren nur an einem Ort zu graben, anstatt zu versuchen ihm diese Gewohnheit ganz auszutreiben.

Dennoch können sie mit ihrer spitzbübischen und verspielten Natur ziemlich charmant sein. Sie sind zudem sehr sozial und lieben es ihre Talente vorzuführen.

Sibirische Huskies bellen nicht - das sind die guten Neuigkeiten. Hier sind die schlechten: sie mögen es zu jaulen, was für Ihre Nachbarn sehr frustrierend sein kann. Falls Ihr Husky nicht sehr gut trainiert und ausreichend bewegt ist, so eignet er sich nicht für die Wohnungshaltung.

Eine weitere Warnung: zwar werden Huskies für ihre Freundlichkeit und Sanftmut verehrt, sie sind aber keine guten Wachhunde. Leider sind sie Fremden gegenüber, einschließlich Einbrechern, nicht allzu misstrauisch. Die Wahrheit ist, dass sie jeden lieben.

Temperament entsteht nicht aus dem Nichts. Es wird durch eine Vielzahl an Faktoren beeinflusst, einschließlich Vererbung, Traiing und Sozialisation. Welpen mit einem guten Temperament sind neugierig und verspielt, gehen gerne auf Menschen zu und lassen sich von diesen halten. Wählen Sie einen gemäßigten Welpen, der weder seine Geschwister verprügelt, noch sich in der Ecke versteckt.

Lernen Sie stets mindestens ein Elterntier kennen - zumeist wird das die Mutter sein - um sicherzugehen, dass Ihnen ihr Temperament angenehm ist. Es kann zudem hilfreich sein weitere Geschister oder Verwandte der Eltern kennenzulernen, um so einen Vorausblick auf das Wesen Ihres Welpen im Erwachsenenalter zu erhaschen.

Wie jeder Hund, sollte auch der Sibirische Husky frühzeitig viele verschiedene Menschen, Anblicke, Geräusche und Situationen kennenlernen und viele Erfahrungen sammeln. Sozialisation hilft dabei sicherzustellen, dass Ihr Sibirische Husky Welpe zu einem ausgereiften Hund heranwächst.

Melden Sie ihn im Welpen-Kindergarten an, laden Sie oft und regelmäßig Besuch ein, führen Sie den Hund in gefüllte Parks aus, nehmen Sie ihn in Läden mit, die Hunde erlauben, und gehen Sie oft die Straße auf und ab, um Nachbarn zu treffen und so die sozialen Fertigkeiten Ihres Hundes auszufeilen.

Gesundheit

Huskies sind im Grunde gesund, wie alle Rassen aber neigen sie zu bestimmten Gesundheitsproblemen. Nicht alle Huskies werden eine, oder alle dieser Krankheiten bekommen, sollte man diese Rasse in Betracht ziehen, dann ist es allerdings wichtig darüber informiert zu sein.

Sollten Sie einen Welpen kaufen, achten Sie darauf einen guten Züchter zu finden, der Ihnen Gesundheitszertifikate für beide Eltern des Welpen zeigen kann. Gesundheitszertifikate beweisen, dass ein Hund auf eine bestimmte Krankheit getestet wurde und davon freigeschrieben worden ist.

Bei Huskies sollten Sie davon ausgehen, Gesundheitszertifikate der "Orthopadic Foundation for Animals (OFA) für Hüftdyslapsie (mit einer Bewertung zwischen angemessen und besser),Ellbogendyslapsie, Hypothyreose und dem Willebrand-Jürgens-Syndrom einsehen zu können; sowie der Auburn Universität für Thrombopathie und von der "Canine Eye Registry Foundation (CERF)" Zertifikate, dass die Augen normal sind. Sie können durch das Prüfen der OFA Webseite (offa.org) Gesundheitszertifikate bestätigen.

Katarakt: Ein Katarakt ist eine Trübung der Linse, die zu Sehschwierigkeiten führt. Das Auge/die Augen haben ein wolkiges Aussehen. Katarakte kommen normalerweise im fortgeschrittenen Alter vor und können manchmal chirurgisch entfernt werden, um die Sehfähigkeit des Hundes zu verbessern.

Hornhautdystrophie: Diese Krankheit betrifft die Hornhaut, oder den äußeren transparenten Teil des Augapfels. Es ist eine Trübung, die zumeist durch eine Ansammlung fettähnlicher Stoffe auf der Hornhaut auftritt. Üblicherweise tritt die Krankheit bei jungen erwachsenen Hunden auf, zumeist Weibchen. Es gibt keine Behandlungsmöglichkeit, allerdings scheint es die Sehfähigkeit nicht zu beeinträchtigen.

Progressive Retinaatrophobie (PRA): Die PRA ist eine degenerative Augenkrankheit, die schlussendlich zur Erblindung führt, aufgrund des Verlusts an Photorezeptoren am Augenhintergrund. PRA ist bereits Jahre vor den ersten sichtbaren Symptomen diagnostizierbar.

Glücklicherweise können Hunde die Blindheit mit ihren anderen Sinnen kompensieren und ein blinder Hund kann so ein vollkommenes und glückliches Leben führen. Verändern Sie allerdings nicht ständig Ihre Möbelstellungen. Seriöse Züchter lassen die Augen ihrer Hunde jährlich von einem tierärztlichen Augenarzt kontrollieren und nutzen betroffene Hunde nicht für die Zucht.

Betreuung

Sibirische Huskies brauchen täglich 30 bis 60 Minuten Bewegung, um sich nicht zu langweilen. Sie sind perfekte Jogging-Begleiter, sollten jedoch nicht in heißem Wetter bewegt werden. Überraschenderweise benötigen sie nur einen kleinen (aber sicheren) Garten, um ihre Energie freizusetzen.

Fazit: Sibirische Huskies müssen arbeiten, um glücklich zu bleiben. Normalerweise genügt es Ihren aktiven Lebensstil beizubehalten, viel zu wandern und andere Sportarten im Freien auszuführen, um so Ihren Sibirischen Husky gesund, glücklich und fern von Ärger zu halten.

Wie bereits zuvor erwähnt, ist das Training bei dieser Rasse ein Muss und Sie sollten in fortgeschrittene Gehorsamskurse investieren. Für viele Besitzer und Trainer kann dies schwierig sein, da die Rasse sehr intelligent ist und den Unterschied zwischen den Kursen und zu Hause begreift.

In den Kursen werden sie sich wunderbar benehmen, allen Instruktionen und Kommandos folgen, zu Hause allerdings verfallen sie oftmals wieder in ihre alte Haltung des sturen Hundes, des Ihr Herz erobert hat. Dies kann frustrierend sein, finden Sie allerdings die Gedult und Zeit und etwas eigene Sturheit, so wird sich das auszahlen.

Das Hundebox-Training ist ein wichtiges Werkzeug und wird oft von Züchtern empfohlen. Ihr Welpe und Hund bleibt so sicher und er hat seinen persönlichen Rückzugsort, wenn er überwältigt oder müde ist. Eine Hundebox sollte jedoch nie als Strafe genutzt werden.

Das Leinentraining ist ein weiteres Muss, da der Sibirische Husky nie außerhalb einer umzäunten Gegend von der Leine gelassen werden soll. Er liebt es zu rennen und wird dabei nicht bedenken wo Sie gerade sind. Sollte Ihr Sibirische Husky sich plötzlich dazu entscheiden etwas nachzujagen, oder einfach nur das Rennen genießen, könnten Sie ihn schnell verlieren. Sibirische Huskies haben einen hohen Beutetrieb, was ein weiterer Grund dafür ist, dass sie auf Spaziergängen angeleint sein sollten.

Hunde Fellfarben

Wenn Sie einen Sibirischen Husky adoptieren, vergewissern Sie sich erst, dass Ihr Staubsauger in perfekter Kondition ist und dass Sie regelmäßig einen Termin beim Hundefriseur buchen können. Sein Doppelfell hat mittellanges Haar. Das Oberfell ist glatt und das Unterfell ist weich und dicht.

Rechnen Sie mit viel Haar und viel Haaren - besonders während des Frühlings und Herbsts, wenn der Hund sein Fell wechselt. Abgesehen davon ist diese Rasse leicht zu pflegen. Sibirische Huskies, die in kühleren Gebieten leben, haaren weniger als die, die in wärmeren Gegenden leben.

Wenn Sie das Fell Ihres Hundes mindestens wöchentlich bürsten, dann können Sie Verfilzungen und übermäßig viel Haar auf Ihren Möbeln vermeiden; während des Fellwechsels sollten Sie ihn täglich bürsten.

Sibirische Huskies sind saubere Hunde und nehmen sich die Zeit, um sich selbst zu säubern - fast wie eine Katze. Sie riechen normalerweise nicht typisch nach Hund und brauchen nur selten ein Bad.

Es sei denn, natürlich, dass sie sich im Garten in etwas Ekligem wälzen, oder in ein stinkendes Gewässer springen. Nutzen Sie für das Bad ein qualitativ hochwertiges Hunde-Shampoo, welches die natürlichen Öle in/auf der Haut und dem Fell des Hundes bewahrt.

Huskies kommen in einer Vielzahl an Farbgebungen und Markierungen vor, von Schwarz bis hin zu purem Weiß, mit farbigen Markierungen auf dem Körper, welche Rot- und Kupfertöne beinhalten. Ihre Augen können braun, blau, oder eine Kombination daraus sein. Auf ihren Gesichtern zeichnet sich eine Maske ab, die zu ihrer Attraktivität beiträgt.

Putzen Sie die Zähne Ihres Huskies mindestens zwei bis drei Mal wöchentlich, um Zahnstein und Bakterien zu entfernen. Tägliches Putzen ist sogar noch besser, um Zahnfleischerkrankungen und schlechten Atem zu vermeiden.

Schneiden Sie seine Krallen ein bis zwei Mal pro Monat, falls er diese nicht auf natürliche Weise abnutzt, um schmerzhafte Verletzungen und andere Probleme zu vermeiden. Wenn Sie die Krallen auf dem Boden klackern hören, sind sie zu lang. Hundekrallen haben Blutgefäße und sollten Sie zuviel schneiden, kann es zu Blutungen kommen - und ihr Hund wird beim nächsten Anblick des Nagelklippers eventuell nicht mehr kooperieren wollen.

Falls Sie also keine Erfahrung mit dem Kürzen der Hundekrallen haben, dann bitten Sie einen Tierarzt oder Hundefriseur um Rat.

Sie sollten seine Ohren wöchentlich auf Röte und schlechten Geruch kontrollieren, um Infektionen frühzeitig zu erkennen. Wenn Sie die Ohren Ihres Hundes überprüfen, wischen Sie diese mit einem Watteball aus, der mit einem sanften PH-neutralen Ohrenreiniger getränkt ist, um Infektionen vorzubeugen. Führen Sie nichts in den Ohrenkanal ein; reinigen Sie nur das äußere Ohr.

Beginnen Sie bereits im Welpenalter damit Ihren Hund an das Bürsten und untersucht werden zu gewöhnen. Fassen Sie seine Pfoten häufig an - Hunde sind an den Pfoten empfindlich - und schauen Sie in seinen Mund.

Machen Sie die Pflege zu einem positiven Erlebnis, das voller Lob und Belohnung ist und so legen Sie die Grundlage für leichte Tierarztuntersuchungen und andere Handhabungen, wenn der Hund ausgewachsen ist.

Während der Pflege sollten Sie nach Wunden, Hautausschlägen und Infektionsanzeichen, wie Röte, Schmerzempfindlichkeit, oder Hautinfektionen, in der Nase, dem Mund und den Augen, Ausschau halten. Die Augen sollten klar, nicht gerötet und absonderungsfrei sein. Ihre sorgsame wöchentliche Untersuchung kann dabei helfen, potentielle Gesundheitsprobleme frühzeitig zu erkennen.

Kinder Und Andere Tiere

Huskies eignen sich sehr gut für Haushalte mit Kindern. Sie können Kindern gegenüber sehr tolerant sein, wie alle Hunde aber sollten auch Huskies beim Umgang mit jungen Kindern überwacht werden.

Bringen Sie Kindern stets bei, wie man auf Hunde zugeht und überwachen Sie jede Interaktion zwischen Hunden und jungen Kindern, um Beißen oder das Ziehen an Ohren und dem Schwanz - von beiden Seiten aus - zu vermeiden.

Bringen Sie Ihrem Kind bei, einen Hund nie beim Schlafen oder Fressen zu stören, oder gar sein Futter wegnehmen zu wollen. Kein Hund sollte jemals mit einem Kind alleine, ohne Aufsicht, gelassen werden.
Sibirische Huskies kommen mit anderen Hunden gut zurecht, dennoch ist es wichtig mit Ihrem Welpen zu Sozialisierungs-Kursen zu gehen.

Dort gewöhnen sie sich an andere Hunde und Menschen, auch wenn der Husky im Allgemeinen sehr liebevoll gegenüber Fremden ist. Sozialisation lehrt Welpen wie sie sich zu verhalten haben und wie sie andere Hunde und deren Besitzer begrüßen sollten.

Vergessen Sie nie die Geschichte der Rasse. Die rauen Konditionen in Sibieren führten zu einem starken Beutetrieb bei dieser Rasse, da Futter oft nur schwer zu finden war. Viele Huskies haben diesen Beutetrieb, gegenüber kleinen Tieren, wie Eichhörnchen, Hasen und Katzen, daher heute noch immer.

Einige Huskies blühen jedoch in Haushalten mit verschiedenen Tieren auf, besonders dann, wenn sie bereits seit dem Welpenalter mit diesen aufwachsen.

Geschichte

Es wird geglaubt, dass der Sibirische Husky von den Tschuktschen abstammt, einem Stamm sibirischer Nomaden. Die Geschichte der Rasse ist relativ unbekannt, DNA Tests bestätigen allerdings, dass sie eine der ältesten Hunderassen sind.

Wir wissen, dass die Tschuktschen die Hunde als schnelles Transportmittel nutzten und dass sie mit den Tschuktschen als Familienhund interagierten. Huskies schliefen oft bei den Kindern und dienten für diese als komfortables Bett.

1908 wurde der Sibirische Husky nach Alaska importiert und während des Goldrausches als Schlittenhund genutzt. Sie wurden in den All-Alaska Sweepstakes verwendet, was ein 408 Meilen Hunderennen ist und noch heute sind sie ein aktiver Mitbewerber in den Sweepstakes.

Aufzeichnungen zeigen, dass der letzte Sibirische Husky 1930 von Sibirien exportiert wurde, als die Grenzen durch die sovietische Regierung geschlossen wurden. Die Rasse gedeihte in Nord-Amerika weiterhin. Obwohl sie sich von ihren sibirischen Gründerhunden, den Tschuktschen Schlittenhunden, etwas abheben, besitzen sie noch immer viele der rassetypischen, wunderbaren Eigenschaften.

1938 wurde der Sibiran Club of America gegründet und der Sibirische Husky wurde 1930 vom American Kennel Club und 1939 vom Canadian Kennel Club anerkannt.

Temperament / Aktivität

Seit Jahrhunderten unentbehrlicher Helfer nomadisierender Rentierzüchter, aber auch sesshafter Fischer und Jäger der Region zwischen Lena, Beringmeer und Ochotskischem Meer in der Sowjetunion. 1909 brachte ein russischer Pelzhändler diese Hunde erstmalig nach Alaska, wo es schon Schlittenhundrennen gab. Zunächst verspottet, erwiesen sich die kleinen Huskies als außerordentlich schnell und fanden rasch Liebhaber.

Eine Huskystafette rettete die Stadt Nome vor einer Diphtherie-Epidemie durch den waghalsigen Transport von Serum über 674 Meilen. Das „längste Schlittenhundrennen der Welt" ist heute sportlicher Höhepunkt für Musher (Hundeschlittenfahrer) aus aller Welt. Der Siberian Husky gewann seit den 70er Jahren in Europa stark an Beliebtheit, Schlittenhundrennen entwickelten sich inzwischen zu einem ernsthaften Sport.

Der Hund mit den faszinierenden blauen Augen (sie dürfen auch braun sein) ist allerdings kein idealer Haus- und Familienhund. Sein starker Jagdtrieb und seine Unabhängigkeit lassen ihn kein bequemer Begleiter sein. Das Grundstück, auf dem der Husky frei laufen darf, muss absolut ausbruchsicher sein, jedoch sind die Fähigkeiten, Zäune zu überwinden, grandios! Ein Husky gehorcht selten zuverlässig, obwohl er sehr schnell lernt.

Zu seiner Familie ist er zärtlich und freundlich zu Fremden. Als Wachhund eignet sich der Husky kaum. Radfahren, Joggen, Wagen- und Schlittenrennen, Breitensport, alles macht der Husky mit Freude mit. Sozial verträglich, pflegeleicht und anspruchslos.

Alaskan Husky – keine Rasse, sondern Zweckmischung von Huskys, schnellen Jagd-, Wind- und Hütehunden für den Schlittenrennsport. 

Siberian Husky - empfohlene Hundenamen

Männliche Hundenamen Weibliche Hundenamen
01 . ChioCremona
02 . GulpCharade
03 . JeffersonDorabella
04 . BeroChayna
05 . BeppoGerda
06 . ErlosCheetah
07 . HuntressEllice
08 . GaudiMu Shu
09 . AkkordHets
10 . ArraxObala

Hunde Leckerbissen

FCI-Nr.: 270/5.1 
Monatliche Futterkosten: ca. 50-60 € 
Lebenserwartung: ca. 14 Jahre. 
Welpenpreis: ca. 600-1100 € 
Zuchtclubs im VDH: Deutscher Club für Nordische Hunde (DCNH).  

Hunderasse 50-59 cm.

Weitere Informationen