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Rottweiler

Rottweiler - bild
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Rottweiler Welpen
Rottweiler Welpen
Rasse Rottweiler
Andere Namen Rott, Rottie
Ursprung Deutschland
Größe Große Hunderassen
Gruppe Gebrauchshunde
Lebenserwartung 9 -10 Jahre
Temperament / Aktivität Aufmerksam, Gutmütig, Fester Freund, Ergeben, Gehorsam, Selbstbewusst, Mutig, Ruhe, Furchtlos, Zuversichtlich
Widerristhöhe Rüde: 62–68 cm (ideal 65),Hündin: 56–63 cm (ideal 60).
Gewicht Rüde: 43–59 kg (ca.50),Hündin: 38–52 kg.
Hunde Fellfarben Bräune, Schwarz, Mahagoni, schwarz mit rotbraunen Abzeichen
Welpen Preis 750 - 1620 EUR
Hypoallergene nein
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Rassen-Eigenschaften

Anpassungsfähigkeit
Rundherum Freundlich
Gesundheitspflege
Trainierbarkeit
Bewegungsbedürfnisse

Rottweiler sind beliebte Protagonisten in Action- und Horrorfilmen. Ihr Äußeres wirkt auch tatsächlich auf viele Menschen sehr Furcht einflößend. Und so erlangte der Rottweiler auch einen zweifelhaften Ruf in der Haibund Unterwelt.

Manch zweifelhafte Hundevermehrer legten mehr Wert auf übersteigert aggressive Hunde als auf ein nervenfestes Wesen, wie es der Standard vorschreibt. Extrem wichtig ist es daher, sich den Züchter sehr gut auszusuchen. Er sollte dem ADRK angeschlossen sein. Zudem sollten die Eitertiere, respektive die Mutter freundlich und aufgeschlossen sein. Die Eltern und Großeltern sollten gute Hüften haben, lassen Sie sich dies vom Züchter dokumentieren.

Rottweilerrüden können 60 kg Körpergewicht erreichen und eine unbändige Kraft entwickeln. Schon alleine aus diesem Grund ist eine solide Grunderziehung ein absolutes Muss bei dieser Rasse! Sie selbst sollten auch über eine gewisse Kraft und Standfestigkeit verfügen, um den Hund sicher an der Leine halten zu können. Oft eignen sich Hündinnen besser als Familienhunde.

Viele Rüden neigen zu ausgeprägtem Dominanzstreben, was ihre Erziehung zu einem Kampf ausarten lassen kann. Ein Rottweiler-Besitzer sollte gelassen, gerecht und selbstsicher sein. Für nervöse oder unsichere Persönlichkeiten ist dieser Hund mit Sicherheit der falsche! Ein Scharfmachen muss beim Rotti unter allen Umständen unterbleiben, bringt doch diese Rasse von Natur aus genügend Schutztrieb mit.

Ein gut erzogener, in die Familie integrierter Rottweiler ist ein Traumhund, der den Seinen unerschütterlich zur Seite steht. Seine guten Seiten kann der Rotti nur dann entwickeln, wenn er mit seiner Familie lebt. Ausschließlich im Zwinger gehalten verkümmert er psychisch und kann dann tatsächlich zur Gefahr werden.

Ein Rottweiler ist ein Arbeitshund. Sollten Sie kein Interesse haben, diesen Hund mit einer Aufgabe, sei es Obedience, Fährtenarbeit oder auch nur Agility, zu beschäftigen, so suchen Sie sich lieber eine andere Rasse! Viele Rottis werden als Diensthunde bei Polizei, Grenzschutz oder von Objektschützern geführt. Im Feierabend sind sie dann ausgeglichene und zufriedene Familienhunde.

Leider sind diese großen, schweren Tiere anfällig für Hüft- und Ellbogengelenksdysplasie (HD/ED) - auch dies ein Grund dafür, einen seriösen Züchter zu wählen, der nach den strengen Vorschriften des ADRK züchtet. Gemästete Hunde erkranken außerdem leichter. Achten Sie stets darauf, den Hund nicht zu überfüttern! Zu oft wird bei dieser Rasse Masse mit Substanz verwechselt.

Ein weiteres Problem der Rasse kann die gefürchtete Magendrehung sein. Verteilen Sie daher die tägliche Futtermenge auf zwei kleinere Portionen. Leider kommt auch Krebs immer wieder beim Rotti vor. Welpen sind besonders anfällig für Parvovirose, ein ansteckender Virusdurchfall, der oft tödlich endet. Auch dies ein Argument dafür, nur beim seriösen Züchter einen geimpften Welpen zu kaufen!   

Höhepunkte

  • Rottweiler sind große, kräftige Hunde, die, bereits vom frühen Welpenstadium an, ausführliche Sozialisation und umfangreiches Training benötigen.
  • Auch wenn Sie Ihren Hund trainieren und sozialisieren, seien Sie gewarnt, dass Sie oft Vorurteilen über Ihren Hund ausgesetzt sein werden, vielleicht werden sogar, von denen die ihn fürchten, falsche Anschuldigungen über ihn und seine Aktivitäten gemacht.
  • Aufgrund der aktuellen Vorurteile gegenüber Hunden wie Rottweilern und Behauptungen, dass sie gefährlich seien, benötigen Sie für die Haltung eine besondere Haftpflichtversicherung, die den Verordnungen Ihrer Stadt entspricht. In manchen Gegenden ist das Halten von Rottweilern überhaupt nicht erlaubt, sodass Sie sich keinen Rottweiler anschaffen können, oder Ihren eventuell sogar abgeben müssen.
  • Rottweiler lieben Menschen und wollen bei ihrer Familie sein. Falls sie lange alleine gelassen werden, oder nicht genug Bewegung und Aufgaben bekommen, können sie destruktives Verhalten entwickeln.
  • Wenn wohlerzogene Rottweiler mit Kindern aufwachsen, dann kommen sie auch sehr gut mit ihnen zurecht. Dennoch muss man ihnen beibringen, wie sie sich richtig mit Kindern zu verhalten haben. Rotties haben einen natürlichen Hütetrieb und könnten Kinder „stoßen“, um sie hüten. Aufgrund ihrer Größe kann dieser „Stoß“ Kleinkinder zum Fall bringen und sie könnten sich dabei verletzen. Einige Rottweiler haben zudem einen Beutetrieb und könnten sich beim Herumrennen und Spielen von Kindern übermäßig aufregen. Überwachen Sie Ihren Rottweiler zu jeder Zeit, wenn Kinder in der Nähe sind.
  • Falls Sie einen ausgewachsen Rottweiler haben, dann stellen Sie ihm neue Tiere, besonders Hunde, vorsichtig vor. Rottweiler können fremden Hunden gegenüber aggressiv reagieren, besonders denen des eigenen Geschlechts. Unter Ihrer Führung jedoch lernt Ihr Rottie sicherlich mit seinen neuen Gefährten zu leben.
  • Rottweiler sind intelligent und äußerst trainierbar, wenn Sie streng und konsequent sind.
  • Rottweiler werden austesten, ob Sie wirklich meinen was Sie sagen. Seien sie spezifisch in Ihren Kommandos und geben Sie ihm kein Schlupfloch.
  • Rottweiler benötigen mehrmals täglich 10- bis 20-Minuten Spaziergänge oder Spielzeiten.
  • Rottweiler haben ein Doppelfell und haaren viel im Frühling und Herbst, im Rest des Jahres nur mäßig.
  • Viele Rottweiler schnarchen.
  • Rottweiler neigen dazu sich zu überfressen, wenn ihr Futterverhalten nicht überwacht wird. Sie neigen außerdem zu Übergewicht.
  • Um einen gesunden Hund zu bekommen, kaufen Sie niemals von einem unverantwortlichen Züchter, einem Massenzüchter, oder einem Zoogeschäft. Suchen Sie nach einem seriösen Züchter, der seine Zuchthunde testet, um sicherzugehen, dass sie keine genetischen Krankheiten haben, die auf die Welpen übertragen werden könnten und dass sie feste Charaktere haben.

Gesundheit

Rottweiler sind im Grunde gesund, wie alle Rassen aber neigen sie zu bestimmten Gesundheitsproblemen. Nicht alle Rottweiler werden eine, oder alle dieser Krankheiten bekommen, sollte man diese Rasse in Betracht ziehen, dann ist es allerdings wichtig darüber informiert zu sein. Sollten Sie einen Welpen kaufen, achten Sie darauf einen guten Züchter zu finden, der Ihnen Gesundheitszertifikate für beide Eltern des Welpen zeigen kann.

Gesundheitszertifikate beweisen, dass ein Hund auf eine bestimmte Krankheit getestet wurde und davon freigeschrieben worden ist. Bei Rotties sollten Sie davon ausgehen, Gesundheitszertifikate der "Orthopadic Foundation for Animals (OFA) für Hüftdyslapsie (mit einer Bewertung zwischen angemessen und besser),Ellbogendyslapsie, Hypothyreose und dem Willebrand-Jürgens-Syndrom, sowie Thrombopathie, von der Auburn Universität, einsehen zu können; und von der "Canine Eye Registry Foundation (CERF)" Zertifikate, dass die Augen normal sind. Sie können durch das Prüfen der OFA Webseite (offa.org) Gesundheitszertifikate bestätigen.

Hüftdysplasie: Hüftdysplasie ist eine Erbkrankheit, bei der der Oberschenkelknochen nicht fest im Hüftgelenk sitzt. Einige Hunde weisen Schmerzen und Lahmheit auf einem oder beiden Hinterbeinen auf, aber es kann auch sein, dass man bei einem Hund mit Hüftdysplasie gar keine Symptome erkennt. Beim alternden Hund kann Arthritis entstehen.

Die Orthopedic Foundation for Animals, wie auch das Hüftverbesserungsprogramm der Pennsylvania Universität, führen Röntgentechniken für Hüftdysplasie durch. Hunde mit Hüftdysplasie sollten nicht zur Zucht verwendet werden. Wenn Sie einen Welpen erwerben, lassen Sie sich vom Züchter einen Beweis für den Test auf Hüftdysplasie liefern und auch dafür, dass der Welpe ansonsten keine Probleme hat. Hüftdysplasie ist erblich, kann aber durch Umgebungsfaktoren verschlimmert werden, wie etwa rasantes Wachstum, durch hochkalorisches Futter, oder Verletzungen, durch Springen, oder dem Fallen auf glatten Flächen.

Ellbogendysplasie: Dies ist eine erbliche Erkrankung, bei der das Ellbogengelenk fehlgebildet ist. Der Ausmaß der Dysplasie kann nur durch Röntgenbilder bestimmt werden. Ihr Tierarzt wird eventuell eine Operation vorschlagen, um das Problem zu korrigieren, oder Medikation zur Schmerzkontrolle verschreiben.

Aortenstenose/Subaortenstenose (AS/SAS): Dieser bekannte Herzdefekt kommt bei manchen Rottweilern vor. Die Aorta verengt sich unterhalb der Aortenklappe und zwingt das Herz dazu kräftiger zu arbeiten, um den Körper mit Blut zu versorgen.

Diese Krankheit kann zu Ohnmacht und sogar plötzlichem Tod führen. Es ist eine Erbkrankheit, ihre Übertragungsart ist derzeit aber nicht bekannt. Ein tierärztlicher Kardiologe diagnostiziert die Krankheit typischerweise, wenn ein Herzgeräusch entdeckt wurde.

Osteosarkom: Osteosarkom kommt zumeist in großen und gigantischen Rassen vor, es ist ein aggressiver Knochenkrebs. Das erste Anzeichen ist Lahmheit/Lähmungen, der Hund muss allerdings geröntgt werden, um sicherzustellen, dass Krebs die Ursache ist. Oseosarkom wird aggressiv behandelt, üblicherweise durch eine Amputation der Gliedmaßen und Chemotherapie.

Mit der Behandlung können Hunde weitere 9 Monate, bis hin zu 2 Jahren oder mehr leben. Glücklicherweise gewöhnen sich Hunde schnell an ein Leben mit drei Beinen und leiden, anders als Menschen, nicht unter den Nebenwirkungen der Chemotherapie, wie etwa an Übelkeit und Haarausfall.

Magendrehung: Oft als Blähung bezeichnet betrifft dieser lebensbedrohliche Zustand große Hunde mit einem tiefen Brustkorb, wie Rottweiler, besonders wenn sie lediglich eine große Mahlzeit am Tag zu sich nehmen, schnell essen, große Mengen an Wasser trinken, oder sich nach dem Essen exzessiv bewegen. Manche glauben, dass ein erhöhter Napf und die Futterart dafür verantwortlich sein könnten. Es kommt häufiger bei älteren Hunden vor.

Magendrehungen entstehen, wenn der Magen aufgebläht, oder mit Luft gefüllt, ist und sich dann dreht (Torsion). Der Hund kann nicht aufstoßen oder sich übergeben, um sich von der überschüssigen Luft in seinem Magen zu befreien, zudem ist der Blutzufluss zum Herzen erschwert. Der Blutdruck sinkt und der Hund gerät in einen Schockzustand.

Ohne sofortige medizinische Behandlung kann der Hund sterben. Rechnen Sie mit einem gedrehten Magen, wenn Ihr Hund einen aufgeblähten Bauch hat, enorm viel sabbert und würgt, ohne sich dabei zu übergeben. Er könnte auch unruhig, depressiv, lethargisch und schwach sein, sowie einen schnellen Herzschlag haben. Wenn Ihnen diese Symptome auffallen, bringen Sie Ihren Hund umgehend zum Tierarzt.

Pansostitis (Pano): Diese Krankheit wird manchmal als "Wachstumsschmerzen" bezeichnet, da sie meist bei Welpen vorkommt, die etwa vier Monate alt sind. Das Hauptsymptom ist Lahmheit. Oft reicht Ruhe aus, sollte Ihr Welpe jedoch anfangen zu hinken, ist es eine gute Idee ihn von einem Tierarzt untesuchen zu lassen.

Hypothyreose: Hypothyreose entsteht durch einen Mangel an Schilddrüsenhormonen und kann Symptome verursachen, wie Unfruchtbarkeit, Übergewicht, mentale Trägheit und verminderte Energie. Das Fell des Hundes kann rau und spröde werden und beginnen auszufallen, während die Haut zäh und dunkel wird. Die Hypothyreose kann mit einer täglichen Schilddrüsenhormontablette sehr gut in Kontrolle gehalten werden. Das Medikament muss das ganze Hundeleben lang verabreicht werden.

Allergien: Allergien sind bei Hunden ein bekanntes Problem. Es gibt Lebensmittelallergien, die durch das Weglassen bestimmter Lebensmittel identifiziert und behandelt werden, bis der Übeltäter gefunden ist. Kontaktallergien werden durch die Reaktion auf eine Substanz ausgelöst, wie Bettwäsche, Flohpuder, Hunde-Shampoo und andere Chemikalien. Sie werden durch das Weglassen selbiger identifiziert und behandelt.

Inhalatallergien entstehen durch luftübertragene Allergene, wie Pollen, Staub und Schimmel. Die Medikation für Inhalatallergien hängt von der Stärke der Allergie ab. Es ist wichtig zu wissen, dass Ohreninfektionen oft mit Inhalatallergien einhergehen.

Betreuung

Für Rottweiler ist es wichtig mit ihren Menschen im Haus zu leben. Werden sie alleine im Garten gelassen, wird ihnen langweilig, sie werden destruktiv und aggressiv. Obwohl sie groß sind, sind Rottweiler im Haus recht inaktiv.

Ein Rottweiler ist ein Stubenhocker, benötigt jedoch einen umzäunten Garten, nicht nur, um vor dem Verkehr geschützt zu sein, sondern auch da er anderen Hunden und Fremden gegenüber aggressiv reagieren kann, wenn diese auf sein Grundstück kommen.

Ein unterirdischer, elektrischer Zaun wird Ihren Rottie nicht in Ihrem Garten halten, wenn er wirklich raus will. Noch wichtiger, er hält Menschen und Tiere nicht vom Eindringen auf Ihr Grundstück ab. Stellen Sie ein Schild auf, dass Fremde und Nichtfamilienmitglieder vor dem Eindringen auf Ihr Grundstück, ohne Ihre Begleitung, warnt.

Das Energielevel des Rottweilers reicht vom Stubenhocker bis hin zum Wirbelwind. Lassen Sie den Züchter wissen, welches Energielevel am besten zu Ihnen passt, so dass er Ihnen bei der Wahl des besten Welpen für Ihren Lebensstiel helfen kann.

Mäßig aktive Rottweiler schätzen ein paar 10- bis 20-minütige Spaziergänge täglich. Sie genießen auch das Spiel mit Bällen und Wanderungen. Rotties mit mehr Energie brauchen mehr Bewegung und strukturiertere Aktivitäten. Ihre Sportlichkeit, Intelligenz und Trainierbarkeit machen sie perfekt für Agility und Gehorsamswettbewerbe, ebenso wie für das Aufspüren, Therapiearbeit und ihren traditionellen Job, dem Ziehen von Karren und Waggons.

Sie sind perfekt für Paraden! Wenn Sie Ihren Rottweiler trainieren, vergessen Sie nicht, dass er unter mentaler Stimulation aufblüht. Er lernt gerne neue Dinge und möchte Ihnen gefallen. Er kann zeitweilen eigenwillig sein, mit einer „Zeig mir warum ich das tun soll!“ Haltung.

Seien Sie gerecht, konsequent und streng und Ihr Rottweiler wird Sie mit seiner schnellen Auffassungsgabe belohnen. Es sollte nicht schwer sein, Ihren Rottweiler zur Stubenreinheit zu erziehen, wenn Sie ihn an einen konsistenten Zeitplan gewöhnen und ihm keine Möglichkeiten für Unfälle im Haus geben und beim Toilettengang draußen mit positiver Bestärkung belohnen.

Hunde Fellfarben

Rottweiler haben ein kurzes Doppelfell, das glatt und rau ist. Das Außenfell ist mittellang, am Kopf, den Ohren und Beinen ist es kürzer; das Unterfell befindet sich zumeist im Nacken und an den Oberschenkeln. Die Menge des Unterfells Ihres Rotties hängt vom Klima ab, in dem Sie leben.

Der Rottweiler ist stets schwarz mit rostbraunen bis mahagonifarbenen Markierungen. Die Markierungen befinden sich auf den Augen, den Wangen und auf beiden Seiten der Schnauze, auf der Brust und den Beinen, sowie unter dem Schwanz.

Es sind zudem hellbraune Linien vorhanden, die wie Bleistiftmarkierungen aussehen und sich auf den Zehen befinden. Bürsten Sie Ihren Rottie wöchentlich mit einer festen Borstenbürste, um abgestorbene Haare zu entfernen und Hautöle zu verteilen.

Er wechselt sein Fell zwei Mal im Jahr, in dieser Zeit sollten Sie ihn öfter bürsten, um die losen Haare unter Kontrolle zu halten. Baden Sie ihn nach Notwendigkeit. Wenn Sie ihn im Freien baden, dann sollte es warm genug sein, damit Sie keinen Mantel oder langärmlige Kleidung tragen müssen.

Ansonsten ist es draußen zu kalt zum Baden Ihres Rotties. Putzen Sie die Zähne Ihres Rotties mindestens zwei bis drei Mal pro Wochen, um Zahnstein und Bakterien zu entfernen. Tägliches Putzen ist sogar noch besser, um Zahnfleischerkrankungen und schlechten Atem zu vermeiden.

Beginnen Sie bereits im Welpenalter damit Ihren Rottweiler an das Bürsten und untersucht werden zu gewöhnen. Fassen Sie seine Pfoten häufig an - Hunde sind an den Pfoten empfindlich - und schauen Sie in seinen Mund.

Machen Sie die Pflege zu einem positiven Erlebnis, das voller Lob und Belohnung ist und so legen Sie die Grundlage für leichte Tierarztuntersuchungen und andere Handhabungen, wenn der Hund ausgewachsen ist.

Kinder Und Andere Tiere

Rottweiler mögen Kinder in der Regel, besonders dann, wenn sie mit ihnen aufwachsen. Wenn sie unter Kindern sind, vor allem jungen, sollten sie stets überwacht werden, da sie so groß und stark sind.

Aufgrund ihrer Viehtrieb-Herkunft neigen sie zum Anlehnen und Schieben und können ein Kleinkind versehentlich mit einem Stups umschubsen. Sie eignen sich am ehesten für Haushalte mit älteren Kindern, die den Umgang mit Hunden verstehen. Sie sollten Ihren Rottweiler auch stets überwachen, wenn Ihre Kinder Freunde zu Besuch haben.

Rotties können sich von lauten Geräuschen und dem rauen Spiel der Kinder gestört fühlen und versuchen dem ein Ende zu setzen, ohne zu verstehen, dass „seine“ Kinder nicht in Gefahr sind. Sie könnten auch jungen rennenden Kindern nachjagen. Bringen Sie Kindern stets bei, wie man auf Hunde zugeht und sie anfasst.

Überwachen sie zudem jede Interaktion von Hunden und jungen Kindern, um Beißen oder das Ziehen an Ohren und Schwanz – von beiden Seiten aus – zu vermeiden. Bringen Sie Ihrem Kind bei, niemals einen schlafenden oder fressenden Hund zu stören, oder zu versuchen ihm sein Futter wegzunehmen.

Kein Hund sollte je ohne Aufsicht mit einem Kind allein gelassen werden. Wenn Rottweiler mit anderen Hunden und Katzen aufwachsen, dann kommen sie in der Regel gut mit ihnen zurecht. Fremde, oder ausgewachsene Hunde könnten allerdings zum Problem werden, wenn sie erst später Teil des Haushalts werden, vor allem Hunde des gleichen Geschlechts.

Dank Ihres Trainings und Ihrer Führung allerdings, sollten sie neue Tiere friedfertig akzeptieren. Halten Sie Ihren Rottie draußen an der Leine, um Aggression und Kampfeslust anderen Hunden gegenüber zu vermeiden. Mit dem Rottie sollte man nicht unbedingt leinenlose Hundeparks besuchen.

Geschichte

Rottweiler stammen vom Molossus, einem Mastiff-ähnlichen Hund, ab. Ihre Vorfahren marschierten mit den Römern nach Deutschland, sie führten das Vieh, das sie erhielt, während sie die bekannte Welt eroberten.

Während die Armee reiste, paarten sich die großen Hunde mit Hunden der Gegenden, die sie durchwanderten, und begannen so neue Rassen zu gründen. Eine der durchwanderten Gegenden war Süd-Deutschland, wo die Römer Kolonien errichteten, um das Klima und den Boden nutzen zu können und Landwirtschaft zu betreiben.

Sie errichteten Villen mit roten Kacheldächern. Mehr als 600 Jahre später, beim Bau einer neuen Kirche, gruben Bewohner den Ort dieses antiken Römischen Bades aus und legten eine der rot-gekachelten Villen aus.

Diese Entdeckung war die Inspiration für den Stadtnamen: Das Rote Wil (die rote Kachel). Im Laufe der Jahrhunderte blühte das Marktgebiet der Rottweiler für Vieh auf, das deutsche Äquivalent eines texanischen Kuhortes und die Nachfahren der römischen Molossus Hunde trieben das Vieh für die Schlachtung in die Stadt.

Nach dem Verkauf ihres Viehbestandes, banden die Viehzüchter nach ihrer Rückkehr ihre, mit Geld gefüllten, Geldbeutel um die Hälse ihrer Rottweiler, um ihr Geld so vor Dieben zu schützen. Die Schlachter der Gegend nutzten die Hunde zudem zum Ziehen von, mit Fleisch gefüllten, Karren.

Der Schienenverkehr löste die Viehtreiber schließlich ab. Der Rottweiler starb fast aus. 1882, bei einer Hunde-Show in Heilbronn, Deutschland, wurde lediglich ein unscheinbarer Rottweiler ausgestellt. Diese Situation änderte sich 1901, als der Rottweiler und Leonberger Club gegründet und der erste Rottweiler Rassestandard geschrieben wurde.

Die Beschreibung des Aussehens und Charakters des Rottweilers hat sich seitdem wenig geändert. Rottweiler wurden nun für die Polizeiarbeit benutzt, für die sie gut geeignet waren. Im Verlaufe der Jahre wurden diverse Rottweiler Rasseclubs gegründet, der mit dem meisten Stehvermögen war allerdings der Allgemeine Deutscher Rottweiler Klub (ADRK),gegründet 1921.

Der ADRK überlebte den 2. Weltkrieg und förderte weiterhin gute Züchtungsprogramme in Deutschland und dem Rest der Welt. Er engagiert sich darin, die Arbeitseigenschaften des Rottweilers zu erhalten. Man glaubt, dass der erste Rottweiler, in den späten 1920ern, mit einem deutschen Einwanderer in die USA kam.

Der erste Wurf wurde 1930 geboren und der erste, im American Kennel Club, registrierte Hund war Stina v Felsenmeer, 1931. Nach dem 2. Weltkrieg wurde die Rasse beliebter. Zu der Zeit war er primär als exzellenter Gehorsams-Hund bekannt.

Inmitten der 1990er war die Popularität des Rottweilers am höchsten, wenn mehr als 100,000 im American Kennel Club registriert waren. Wenn man ein Hund ist, dann ist Bekanntheit nicht zwingend eine gute Sache. Es ist nicht ungewöhnlich für verantwortungslose Züchter und Massenzüchter zu versuchen, mit der Popularität der Rasse Geld zu machen und Welpen zu produzieren, ohne Blick auf deren Gesundheits- und Temperamentsprobleme. Dies passierte auch der Rasse des Rottweilers, bis hin zur schlechten Publizität und die Nachfrage geringer wurde.

Engagierte, seriöse Züchter sehen dies als Chance, die Rasse zu verändern und sicherzustellen, dass Rottweiler die Art an Hunden sind, zu der sie vorgesehen waren. Heute stehen die Rottweiler auf Platz 17 von 155 Rassen und Sorten, die beim AKC registriert sind.

Temperament / Aktivität

Im schwäbischen Rottweil trafen sich schon zur Römerzeit die Viehhändler mit ihren Herden. Unerschrockene, ausdauernde, wendige, ausgesprochen genügsame und robuste Treibhunde waren ihr wichtigstes Handwerkszeug.

Aus ihnen züchteten ortsansässige Metzger den „Rottweiler" Temperamentvoll, aufmerksam, draufgängerisch, hart, unerschrocken, mit angeborenem Schutz verhalten und großer Kraft ausgestattet, dabei nervenfest, wenig misstrauisch gegen Fremde, anhänglich und arbeitsfreudig bringt der Rottweiler alle Voraussetzungen für einen vielseitig einsetzbaren Gebrauchshund mit.

Er gehört zu den anerkannten Diensthunderassen. Rottweiler brauchen eine konsequente, einfühlsame Erziehung, eine Aufgabe und engen Kontakt zur Familie. Kenntnis in Hundeverhalten ist notwendig, schon der Welpe muss lernen, sich unterzuordnen. Kein Hund für Anfänger. Das derbe Stockhaar ist wetterhart und pflegeleicht. 

Rottweiler - empfohlene Hundenamen

Männliche Hundenamen Weibliche Hundenamen
01 . HerulfDizzy
02 . DuffyAkanaj
03 . AldusJerla
04 . AlbaerCiasi
05 . JervisEsther
06 . ChiantiHeyda
07 . H\u00e4nselFila
08 . DeuceBellissa
09 . DadosMadita
10 . CasbahJanta

Hunde Leckerbissen

FCI-Nr.: 147/2.2  
Monatliche Futterkosten: ca. 30-45 € 
Lebenserwartung: ca. 10 Jahre 
Welpenpreis: ca. 750-900 € 
Zuchtclubs im VDH: Allgemeiner Deutscher Rottweilerklub (ADRK). 

Hunderasse 60-69 cm. 

Weitere Informationen