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Labrador Retriever

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schwarz Labrador Retriever Welpen
schwarz Labrador Retriever Welpen
Rasse Labrador Retriever
Andere Namen Lab
Ursprung Großbritannien
Größe Mittlere Hunderassen
Gruppe Sportliche Hunderassen
Lebenserwartung 10-13 Jahre
Temperament / Aktivität Sanft, Intelligent, Gutmütige, Gütig, Abgehend, Agil
Widerristhöhe Rüde: 56–57 cm Hündin: 53–56 cm
Gewicht Rüde: 35–38 kg Hündin: 30–33 kg
Hunde Fellfarben Schwarz, Schokolade, oder gelb (helles Creme), gelb und schokoladenbraun
Welpen Preis 1000 - 1500 EUR
Hypoallergene nein
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Rassen-Eigenschaften

Anpassungsfähigkeit
Rundherum Freundlich
Gesundheitspflege
Trainierbarkeit
Bewegungsbedürfnisse

Der Labrador gehört weltweit zu den beliebtesten Hunderassen. Auch in Deutschland fand er im Lauf der letzten 15 Jahre weite Verbreitung. Er ist ein wirkliches Allroundtalent, wird unter anderem als Jagdhund, Rettungshund, Drogen- und Sprengstoffsuchhund und als Blindenhund eingesetzt. 

Außerdem bewährt er sich tausendfach als loyaler, immer freundlicher Familienhund mit einem starken Nervenkostüm. Er ist gutmütig mit Kindern, spielt und tobt unermüdlich und verträgt sich normalerweise auch gut mit anderen Hunden. Labradors lieben Wasser. Keine Gelegenheit zu einem kleinen Bad bleibt ungenützt. Sie sind intelligent, lassen sich leicht erziehen und schmusen für ihr Leben gerne. Wenn man dem Labrador überhaupt etwas nachsagen kann, dann ist es seine Jagdleidenschaft, die ihn während eines Spazierganges schon mal durchbrennen lässt. 

Da die Nachfrage nach Labrador- Welpen in den letzten Jahren deutlich angestiegen ist, ist es sehr wichtig, sich einen Hund aus seriöser Zucht zu nehmen, auch wenn hier die Wartezeit für einen Welpen mitunter etwas länger sein kann. Schlecht sozialisierte Welpen aus Massenzuchten können unter Umständen ängstlich oder übernervös sein - beides für den Labrador absolut untypische und unerwünschte Eigenschaften! 

Achten Sie vor allem auf HD- und ED-freie Elterntiere, weil dies in der Rasse recht häufige Erkrankungen sind. Vor allem die gelben Labradors können zu Allergien neigen, die sich in Juckreiz und Haut- sowie Ohrenentzündungen äußern. Halten Sie Ihren Hund außerdem immer schlank. Labradors sind begeisterte Fresser und nehmen sehr schnell zu, was sich negativ auf ihre Gesundheit auswirken kann.  

Höhepunkte

  • Labrador Retriever lieben, lieben, lieben es zu essen und werden bei Überfütterung sehr schnell übergewichtig. Schränken Sie die Leckerlis ein, geben Sie Ihrem Lab genug Bewegung und geben Sie regelmäßige, dosierte Mahlzeiten, anstatt permanent Essen bereitzustellen. Seien Sie außerdem gewarnt, dass der große Appetit des Labs nicht vor dem Essen der Menschen Halt macht und genauso wenig vor nicht essbaren Gegenständen. Labradors fressen Abfall, räumen die Küchentheke leer und können selbst aus zerkauten Dingen, wie etwa Kinderspielsachen, ein ganzes Mahl machen.
  • Labrador Retriever wurden für körperlich anstrengende Aufgaben gezüchtet und daher besitzen sie auch die hohe Energie, die eine Gebrauchshunderasse mit sich bringt. Sie benötigen täglich mindestens 30 bis 60 Minuten Bewegung. Ohne diese lassen sie ihre überschüssige Energie auf zerstörerische Art aus, wie etwa durch Bellen und Kauen.
  • Labs haben einen so guten Ruf, dass viele Menschen der Meinung sind sie müssten sich nicht um ihr Training kümmern. Doch Labs sind große, energiereiche Tiere und, wie alle Hunde, müssen ihnen gute Hundemanieren beigebracht werden. Melden Sie sich also für die Welpen- und Hundeschule an, sobald Sie Ihren Lab nach Hause bringen.
  • Viele Menschen halten Labs für eine hyperaktive Rasse. Lab Welpen sind zwar tatsächlich sehr lebhaft, aber die meisten werden mit der Zeit etwas geruhsamer. Dennoch bleiben sie normalerweise ihr gesamtes Leben über ziemlich aktiv.
  • Labrador Retriever sind zwar nicht als Ausreißer bekannt, aber mit der richtigen Motivation – wie etwa einem besonderen Geruch oder etwas Leckerem – haut auch ein Lab ab. Sorgen Sie dafür, dass Ihr Lab eine aktuelle Hundemarke und einen Mikrochip hat.
  • Der Lab ist Amerikas erste Wahl bei den Hunden, was bedeutet, dass viele Menschen Labs züchten, die mehr daran interessiert sind die Nachfrage nach Lab Welpen zu stillen, als gesunde Hunde zu züchten, die über ein gutes Temperament verfügen. Um einen gesunden Hund zu bekommen, kaufen Sie niemals einen Welpen von einem unverantwortlichen Züchter, einem Massenzüchter, oder von einem Zoogeschäft. Suchen Sie nach einem seriösen Züchter, der seine Zuchthunde testet, um sicherzustellen, dass sie keine genetischen Krankheiten haben, die auf die Welpen übertragen werden könnten und dass sie feste Charaktere haben.
  • Wenn Sie nach einem Welpen suchen werden Sie feststellen, dass die Labs so unterschiedlich sind wie ihre Züchter. Einige Labs werden für Turniere gezüchtet, bei denen ihre Gebrauchshundefähigkeiten getestet werden und andere werden gezüchtet, um dem visuellen, funktionellen und charakteristischen Idealbild der Rasse so nahe wie möglich zu kommen. Dann werden Sie auch Züchter finden, denen sowohl das Aussehen, wie auch der Nutzen wichtig sind. Labs, die für den Ausstellungsring gezüchtet wurden, sind in der Regel etwas schwerer und stabiler gebaut, als solche die für andere Zwecke der Hundearbeit bestimmt sind.

Persönlichkeit

Der Labrador hat den Ruf eine der liebevollsten Rassen zu sein und das auch zurecht. Er ist kontaktfreudig, darum bemüht jeden Wunsch zu erfüllen und nicht nur freundlich zu Menschen, sondern auch zu anderen Tieren.

Neben seiner wunderbaren Persönlichkeit, macht ihn seine Intelligenz und seine Begierde jeden Wunsch zu erfüllen leicht trainierbar. Das Training ist auch definitiv nötig, denn diese Rasse hat viel Energie und ist sehr übermütig. Seine Herkunft als Arbeitshund bedeutet, dass er aktiv ist. Diese Rasse benötigt physische und auch mentale Aktivität, um glücklich zu sein. Es gibt einige Variationen im Aktivitätslevel der Labradore: einige sind eher ungehobelt, andere mehr gelassen. Alle blühen aber durch Aktivität auf.

Gesundheit

Labrador Retriever sind im Grunde gesund, wie alle Rassen aber neigen sie zu Gesundheitsproblemen. Nicht alle Labradore werden eine, oder alle dieser Krankheiten bekommen, sollte man diese Rasse in Betracht ziehen, dann ist es allerdings wichtig darüber informiert zu sein.

Hüftdysplasie: Hüftdysplasie ist eine Erbkrankheit, bei der der Oberschenkelknochen nicht fest im Hüftgelenk sitzt. Einige Hunde weisen Schmerzen und Lahmheit auf einem oder beiden Hinterbeinen auf, aber es kann auch sein, dass man bei einem Hund mit Hüftdysplasie gar keine Symptome erkennt. Beim alternden Hund kann Arthritis entstehen. Die Orthopedic Foundation for Animals, wie auch das Hüftverbesserungsprogramm der Pennsylvania Universität, führen Röntgentechniken für Hüftdysplasie durch. Hunde mit Hüftdysplasie sollten nicht zur Zucht verwendet werden. Wenn Sie einen Welpen erwerben, lassen Sie sich vom Züchter einen Beweis für den Test auf Hüftdysplasie liefern und auch dafür, dass der Welpe ansonsten keine Probleme hat.

Ellbogendysplasie: Dies ist eine erbliche Erkrankung, die bei großrassigen Hunden häufig vorkommt. Man glaubt, dass sie durch die verschiedenen Wachstumsgrade der drei Knochen zustande kommt, aus denen der Ellbogen des Hundes besteht, was zur Überdehnung des Gelenks führt. Dies kann schmerzhaftes Lahmen zur Folge haben. Ihr Tierarzt wird Ihnen eventuell zu einer Operation raten, um das Problem zu beheben, oder ein Medikament anbieten, das den Schmerz kontrollieren soll.

Osteochondrosis Dissecans (OCD): Diese orthopedische Erkrankung, welche durch das unkorrekte Wachstum der Gelenksknorpel entsteht, kommt meist in den Ellbogen vor, wurde aber auch schon in den Schultern gesichtet. Es führt zu schmerzhaften Gelenksversteifungen, die mitunter dazu führen können, dass der Hund seinen Ellbogen nicht mehr beugen kann. Die Erkrankung kann bereits zwischen dem vierten und neunten Lebensmonat entdeckt werden. Das Überfüttern mit "Wachstumszusammensetzungen" im Welpenfutter, oder hoch-proteinreichem Futter kann zur Entstehung der Erkrankung beitragen.

Katarakt: Genau wie beim Menschen auch, werden Katarakte beim Hund durch wolkige Flecken auf der Augenlinse charakterisiert, die mit der Zeit größer werden können. Sie können in jedem Alter auftreten und beeinträchtigen die Sehfähigkeit oftmals überhaupt nicht, auch wenn sie in einigen Fällen zu einem schweren Verlust der Sehfähigkeit führen können. Zuchthunde sollten von einem zertifizierten Fachtierarzt für Augenheilkunde untersucht werden, bevor sie zur Zucht eingesetzt werden. Katarakte können normalerweise, mit guten Resultaten, chirurgisch entfernt werden.

Progressive Retinaatrophobie (PRA): Die PRA ist eine Familie von Augenkrankheiten, welche die allmähliche Verschlechterung der Retina innehaben. Im Anfangsstadium der Krankheit werden Hunde nachtblind. Im weiteren Verlauf der Krankheit verlieren sie auch ihre Tagessehfähigkeit. Viele Hunde gewöhnen sich sehr gut an den eingeschränkten, oder kompletten, Verlust ihrer Sehfähigkeit, solange ihr Umfeld konstant bleibt.

Epilepsie: Labradore können an Epilepsie leiden, die zu milden, oder ernsten, Anfällen führt. Anfälle können durch unnormales Verhalten angezeigt werden, wie etwa hektisches Rennen, als würde der Hund gejagt werden, die Langzeitprognose für Hunde mit idiopathischer Epilepsie ist in der Regel sehr gut. Es ist wichtig zu wissen, dass Anfälle auch durch andere Dinge wie idiopathische Epilepsie ausgelöst werden können, wie etwa metabolische Störungen, Infektionskrankheiten, welche das Gehirn angreifen, Tumore, Vergiftungen, ernste Kopfverletzungen und andere. Wenn Ihr Labrador also Anfälle hat, ist es wichtig ihn umgehend für eine Untersuchung zum Tierarzt zu bringen.

Trikuspidalklappen-Dysplasie (TKD): TKD ist ein angeborener Herzdefekt, der bei der Rasse der Labradore immer häufiger vorkommt. Welpen werden mit TKD geboren, was eine Missbildung der Trikuspidalklappe der rechten Herzseite darstellt. Es kann mild, oder auch schwerwiegend sein; einige Hunde leben symptomfrei, andere sterben daran. TKD wird durch Ultraschall diagnostiziert. Es wird kontinuierlich geforscht, um herauszufinden wie weit verbreitet die Krankheit bei der Rasse ist und um Behandlungsmöglichkeiten zu ergründen.

Myopathie: Myopathie wirkt sich auf die Muskeln und das Nervensystem aus. Die ersten Anzeichen treten bei Welpen bereits zwischen der sechsten Lebenswoche und dem siebten Lebensmonat auf. Ein Welpe mit Myopathie ist müde und beim Laufen und Rennen eher ungelenkig. Nach großer Anstrengung bricht er eventuell zusammen. Mit der Zeit verkümmern die Muskeln und der Hund kann kaum stehen oder gehen. Es gibt keine Behandlungsmöglichkeiten, jedoch scheint Wärme und Ruhe die Symptome zu mindern. Hunde mit Myopathie sollten nicht zur Zucht verwendet werden, da dies eine Erbkrankheit ist.

Magendrehung: Oft als Blähung bezeichnet betrifft dieser lebensbedrohliche Zustand große Hunde mit einem tiefen Brustkorb, wie Labradore, besonders wenn sie lediglich eine große Mahlzeit am Tag zu sich nehmen, schnell essen, große Mengen an Wasser trinken, oder sich nach dem Essen exzessiv bewegen. Blähungen entstehen, wenn der Magen aufgebläht, oder mit Luft gefüllt, ist und sich dreht. Der Hund kann nicht aufstoßen oder sich übergeben, um sich von der überschüssigen Luft in seinem Magen zu befreien, zudem ist der Blutzufluss zum Herzen erschwert. Der Blutdruck sinkt und der Hund gerät in einen Schockzustand. Ohne sofortige medizinische Behandlung kann der Hund sterben. Rechnen Sie mit einem gedrehten Magen, wenn Ihr Hund einen aufgeblähten Bauch hat, enorm viel sabbert und würgt, ohne sich dabei zu übergeben. Er könnte auch unruhig, depressiv, lethargisch und schwach sein, sowie einen schnellen Herzschlag haben. Wenn Ihnen diese Symptome auffallen, bringen Sie Ihren Hund umgehend zum Tierarzt.

Akute Feuchte Dermatitis: Die akute, feuchte Dermatitis ist eine Hautkrankheit, bei der die Haut gerötet und entzündet ist. Sie wird durch eine Bakterieninfektion hervorgerufen. Der bekanntere name für diese Krankheit lautet Brennpunkte. Die Behandlung beinhaltet das Trimmen des Fells, Baden in Medizin-Shampoo und Antibiotika.

Wasserrute: Die Wasserrute ist eine gutartige, aber doch schmerzhafte Krankheit von Labradoren und anderen Retrievern. Sie führt zur Schlaffheit des Schwanzes. Der Hund könnte seinen Schwanz versuchen zu beißen. Dies ist nicht gefährlich und sollte nach wenigen Tagen von alleine heilen. Man glaubt, dass ein Problem der Muskeln zwischen den Wirbeln im Schwanz der Auslöser ist.

Ohreninfektionen: Die Liebe des Labradors für das Wasser kombiniert mit seinen Hängeohren, macht ihn anfällig für Ohreninfektionen. Wöchentliche Überprüfung und Reinigung der Ohren kann dabei helfen Ohreninfektionen zu vermeiden.

Sollten Sie einen Welpen kaufen, achten Sie darauf einen guten Züchter zu finden, der Ihnen Gesundheitszertifikate für beide Eltern des Welpen zeigen kann. Gesundheitszertifikate beweisen, dass ein Hund auf eine bestimmte Krankheit getestet wurde und davon freigeschrieben worden ist.
Bei Labradoren sollten Sie davon ausgehen, Gesundheitszertifikate der "Orthopadic Foundation for Animals (OFA) für Hüftdyslapsie (mit einer Bewertung zwischen angemessen und besser), Ellbogendyslapsie, Hypothyreose und dem Willebrand-Jürgens-Syndrom einsehen zu können; und von der "Canine Eye Registry Foundation (CERF)" Zertifikate, dass die Augen normal sind. Sie können durch das Prüfen der OFA Webseite (offa.org) Gesundheitszertifikate bestätigen.

Betreuung

Der liebevolle Labrador muss inmitten seiner Familie sein und ist definitiv kein Hinterhof-Hund. Wenn er zu lange allein gelassen wird, trübt er mit Sicherheit seinen heiligen Ruf: Ein einsamer, gelangweilter Labrador buddelt, kaut und findet andere destruktive Möglichkeiten, um seine Energie freizulassen.

Labradore zeigen in ihrem Aktivitätslevel einige Variationen, sie alle brauchen aber physische und mentale Aktivität. Tägliche 30-minütige Spaziergänge, Toben im Hundepark, oder Fangspiele, sind einige Möglichkeiten, um Ihrem Labrador dabei zu helfen seine Energie zu verbrennen. Dennoch sollte ein Welpe nicht auf zu lange Spaziergänge mitgenommen werden und nur jeweils wenige Minuten am Stück spielen. Labrador Retriever werden als "Workaholics" bezeichnet und überanstrengen sich selbt. Es liegt an Ihnen das Spiel und die Trainingseinheiten beenden.

Labradore haben einen so guten Ruf, dass einige Besitzer der Meinung sind kein Training zu benötigen. Das ist ein großer Fehler. Ohne Training wächst ein wilder Labrador Welpe schnell zu einem sehr großen, rüpelhaften Hund heran. Glücklicherweise nehmen Labradore das Training sehr gut an - oftmals übertreffen sie sich sogar in Gehorsamswettbewerben.

Beginnen Sie mit dem Welpen-Kindergarten, in dem Ihr Welpe nicht nur gute Hundemanieren erlernt, sondern auch das behagliche Zusammensein mit anderen Hunden und Menschen. Schauen Sie nach einer Klasse, in der positive Trainingsmethoden genutzt werden, bei denen der Hund für richtiges Verhalten belohnt wird, anstatt ihn für Fehlverhalten zu bestrafen.

Bei der Heranzucht eines Labrador Welpen müssen Sie besonders achtsam sein. Lassen Sie Ihren Labrador Welpen nicht auf sehr harten Untergründen rennen und spielen, wie etwa auf Pflaster, bis er etwa zwei Jahre alt ist und seine Gelenke sich voll entwickelt haben. Normales Spielen auf Gras ist angemessen, ebenso wie Welpen Agility, mit seinen Ein-Zoll Sprüngen.

Wie alle Retriever hat der Labrador eine große Klappe und ist am glücklichsten, wenn er etwas, egal was, in seinem Mund tragen kann. Zudem ist er ein Kauer, haben Sie also stets haltbare Spielzeuge vorrätig - außer Sie möchten, dass Ihre Couch zerkaut wird. Und wenn Sie das Haus verlassen, ist es weise den Hund in einer Hundebox zu halten, damit er sich nicht selbst in Gefahr bringen kann und Ihre Habseligkeiten zerkaut.

Hunde Fellfarben

Das glatte und leicht zu pflegende Fell des Labradors hat zwei Lagen: ein kurzes, dickes, glattes Oberfell und ein weiches, wetter-resistentes Unterfell. Das zweilagige Fell schützt ihn vor Kälte und Nässe, was ihm in seiner Rolle als Jagd-Retriever behilflich ist.

Das Fell kommt in drei Farbnuancen vor: Schokolade, Schwarz und Gelb. Unter frühen Züchtern war Schwarz die bevorzugte Farbe, mit den Jahren sind gelbe und schokoladenfarbige Labradore jedoch populärer geworden. Einige Züchter haben kürzlich damit begonnen "seltene" Farbgebungen der Labradore, wie Polarweiß oder Fuchsrot, zu verkaufen. Diese Farben sind nicht wirklich selten- sie sind Variationen des gelben Labradors.
Die Fellpflege kann gar nicht einfacher sein, als bei einem Labrador, die Rasse haart allerdings - sehr viel. Kaufen Sie einen qualitativ hochwertigen Staubsauger und bürsten Sie Ihren Hund täglich, besonders wenn er sein Fell wechselt, um so die losen Haare zu entfernen.

Labradore brauchen etwa alle zwei Monate ein Bad, um sie sauber und angenehm riechend zu halten. Wenn Ihr Labrador sich allerdings in einer Schlammpfütze oder etwas Faulem suhlt, was schon einmal vorkommen kann, können Sie ihn auch öfter baden.

Putzen Sie die Zähne Ihres Labradors mindestens zwei oder drei Mal pro Woche, um Zahnbelag und Bakterien zu entfernen. Tägliches Bürsten ist sogar noch besser, um Zahnfleischerkrankungen und schlechten Atem zu vermeiden.

Schneiden Sie ein bis zwei Mal pro Monat die Krallen Ihres Hundes, falls er diese nicht auf natürliche Weise abnutzt. Wenn Sie die Krallen auf dem Boden klackern hören, sind sie zu lang. Kurze, gut getrimmte Krallen halten die Pfoten in gutem Zustand und hindern Ihren Labrador daran Ihre Beine zu zerkratzen, wenn er sie enthusiastisch zur Begrüßung bespringt.

Sie sollten seine Ohren wöchentlich auf Röte und schlechten Geruch kontrollieren, um Infektionen frühzeitig zu erkennen. Wenn Sie die Ohren Ihres Hundes überprüfen, wischen Sie diese mit einem Watteball aus, der mit einem sanften PH-neutralen Ohrenreiniger getränkt ist, um Infektionen vorzubeugen. Führen Sie nichts in den Ohrenkanal ein; reinigen Sie nur das äußere Ohr. Da Ohreninfektionen bei Labradoren oft vorkommen, reinigen Sie die Ohren auch nach dem Baden, Schwimmen, oder jedes Mal wenn Ihr Hund nass wird. So können Sie Infektionen vermeiden.

Beginnen Sie bereits im Welpenalter damit Ihren Hund an das Bürsten und untersucht werden zu gewöhnen. Fassen Sie seine Pfoten häufig an - Hunde sind an den Pfoten empfindlich - und schauen Sie in seinen Mund. Machen Sie die Pflege zu einem positiven Erlebnis, das voller Lob und Belohnung ist und so legen Sie die Grundlage für leichte Tierarztuntersuchungen und andere Handhabungen, wenn der Hund ausgewachsen ist.
Während der Pflege sollten Sie nach Wunden, Hautausschlägen und Infektionsanzeichen, wie Röte, Schmerzempfindlichkeit, oder Hautinfektionen, in der Nase, dem Mund und den Augen, Ausschau halten. Die Augen sollten klar, nicht gerötet und absonderungsfrei sein. Ihre sorgsame wöchentliche Untersuchung kann dabei helfen, potentielle Gesundheitsprobleme frühzeitig zu erkennen.

Kinder Und Andere Tiere

Der Labrador Retriever liebt Kinder nicht nur, er genießt dem Tumult unter Kindern regelrecht. Freudig nimmt er an der Geburtstagsfeier eines Kindes teil und trägt sogar gerne einen Partyhut. Wie alle Hunde muss er allerdings ordnungsgemäß trainiert werden, um den sorgsamen Umgang mit Kindern zu erlernen - und ebenso müssen Kinder den richtigen Umgang mit dem Hund erlernen.

Wie bei jeder anderen Rasse auch, sollten Sie Kindern stets erklären, wie Sie auf den Hund zugehen und ihn anfassen sollten und zudem jegliche Interaktion zwischen Hunden und jungen Kindern überwachen, um Beißen, das Ziehen an Ohren und Schwanz - von beider Seiten her - zu vermeiden. Bringen Sie Ihrem Kind bei einen Hund niemals beim Essen oder Schlafen zu stören, oder zu versuchen ihm das Fressen wegzunehmen. Kein Hund, egal wie freundlich, sollte jemals unbeaufsichtigt mit einem Kind alleine gelassen werden.

Wenn ein Labrador viel Umgang mit anderen Hunden, Katzen und Kleintieren hat und zudem im Umgang mit diesen trainiert wurde, wird er ihnen gegenüber auch freundlich gestimmt sein.

Geschichte

Labrador Retriever stammen von der Insel Neufundland, der nordöstlichen Atlantikküste Kanadas. Urpsrünglich wurden sie St. John's Hunde genannt, nach der Hauptstadt Neufundlands, Labradore dienten seit dem 17. Jahrhundert als Kameraden und Helfer der örtlichen Fischer.

Die Hunde verbrachten ihre Tage an der Seite ihrer Besitzer, bargen Fische, die sich von den Haken gelöst hatten, holten Taue ein und kehrten dann zurück nach Hause, um den Abend mit der Familie der Fischer zu verbringen.

Auch wenn ihre Herkunft unbekannt ist, so glauben viele, dass der St. John's Hund eine Kreuzung zwischen dem Neufundländer und anderen kleinen Wasserhunden der Gegend waren.

Außenstehenden fiel die Nutzbarkeit und das gute Gemüt der Hunde auf und englische Sportler importierten einige Labradore nach England, um sie dort als Retriever in der Jagd zu nutzen. Der zweite Graf von Malmesbury war einer der ersten und ließ sich die St. John's Hunde irgendwann um 1830 nach England senden. Der dritte Graf von Malmesbury bezeichnete die Hunde erstmals als Labradore.

Unglaublicherweise waren die Labradore - heute Amerika's beliebtester Hund - um 1880 fast ausgestorben und es ist der Malmesbury Familie und auch anderen englischen Liebhabern zuzuschreiben, dass die Rasse gerettet wurde. Aufgrund von staatlichen Restriktionen und dem Steuergesetz verschwand die Rasse in Neufundland. Familien durften nur einen Hund besitzen und ein Weibchen wurde hoch besteuert, weibliche Welpen wurden daher vom Wurf aussortiert.

In England hat die Rasse allerdings überlebt und der Kennel Club erkannte den Labrador Retriever 1903 als eigenständige Rasse an. Der amerikanische Kennel Club folgte diesem Beispiel 1917 und in den 20ern und 30ern wurden englische Labradore importiert, um die Rasse in den USA zu etablieren.

Nach dem 2. Weltkrieg wurde die Rasse erst wirklich berühmt und 1991 war der Labrador Retriever dann die beliebteste Rasse, der im amerikanischen Kennel Club registrierten Hunde - diese Auszeichnung hält die Rasse seither aufrecht. Ebenso steht er an der Spitze der Liste in Kanada und England.

Heutzutage arbeiten Labradore in der Aufspürung von Drogen und Sprengstoffen, in der Suche und Rettung, in der Therapie, als Assistenten von Behinderten und als Retriever für Jäger. Außerdem stechen sie in jeglichen Formen von Hunde Wettkämpfen hervor: in der Show, auf dem Feld, im Agility und Gehorsam.

Temperament / Aktivität

Labrador Retriever, der ehemalige St. Johns Hund stammt aus dem Süden Neufundlands und ist kleiner und kurzhaariger als der bärenhafte Neufundländer. Mit ihm gemeinsam hat er die große Wasserliebe und angeborene Apportierfreude, was ihn zum wichtigen Helfer der Fischer machte. Er holte Netze ein und fing entschlüpfte Fische. Die Kabeljaufischer brachten die Hunde Anfang des 19. Jh. in die Hafenstadt Poole und rühmten ihre Fähigkeit, Wasservögel zu apportieren. Der Earl of Malmesbury kaufte sie den Fischern ab und nannte sie nach ihrer Heimat an der kanadischen Küste Labradors. Sie waren bald in ganz Großbritannien als hervorragende Apporteure berühmt, sowohl aus dem Wasser als auch an Land. Ihre Vielseitigkeit ist bemerkenswert: erstklassiger Jagdhund für die Arbeit nach dem Schuss, Rauschgiftspürhund, Minensuchhund beim Militär, Rettungshund, Lawinenhund, Blindenführhund und Familienhund. Er ist anhänglich, verschmust und fröhlich, kein Streuner, wildert nicht, ist wachsam, aber nie aggressiv und kein ausgesprochener Schutzhund, liebenswürdig und geduldig im Umgang mit Kindern. Kein Raufer.

Der Hund besitzt gute Nerven, ein ausgeglichenes Wesen, ist mit gebotener Konsequenz zu erziehen und durchaus ein Hund für Anfänger, der engen Familienanschluss, Bewegung und eine Aufgabe braucht. Sein pflegeleichtes Fell verliert viele Haare. Der begeisterte Schwimmer geht Sommer wie Winter an keinem Gewässer vorüber, ohne ein Bad zu nehmen. Leider befindet er sich auf dem besten Wege, als Modehund vermarktet zu werden! 

Labrador Retriever - empfohlene Hundenamen

Männliche Hundenamen Weibliche Hundenamen
01 . Binx Carabusa
02 . Geezer Odet
03 . Brooklyn Kayra
04 . Conrad Bidi
05 . Chip Ariel
06 . Basso Krissy
07 . Halen Charlene
08 . Haspar Bailey
09 . Cuddles Chocolate
10 . Alfons Campina

Hunde Leckerbissen

FCI-Nr.: 122/8.1  
Monatliche Futterkosten: ca. 40 € 
Lebenserwartung: ca. 12 Jahre 
Welpenpreis: ab ca. 1050 € 
Zuchtclubs im VDH: Deutscher Retriever Club (DRC),  Labrador Club Deutschland. 

Hunderasse 50-59 cm. 

Weitere Informationen

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