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Golden Retriever

Golden Retriever - bild
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Golden Retriever Welpen
Golden Retriever Welpen
Rasse Golden Retriever
Andere Namen Goldie
Ursprung Großbritannien
Größe Große Hunderassen
Gruppe Sportliche Hunderassen
Lebenserwartung 10-13 Jahre
Temperament / Aktivität Intelligent, Gütig, Freundlich, Zuversichtlich, Zuverlässig, Vertrauenswürdig
Widerristhöhe Hündin: 51–56 cm Rüde: 56–61 cm
Gewicht Hündin: 24.8–29.6 kg Rüde: 29.3–35 kg
Hunde Fellfarben Golden, Dunkle Gold, Licht gold, gold oder cremefarben, nie rot
Welpen Preis 810 - 1620 EUR
Hypoallergene nein
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Rassen-Eigenschaften

Anpassungsfähigkeit
Rundherum Freundlich
Gesundheitspflege
Trainierbarkeit
Bewegungsbedürfnisse

Der Golden Retriever erlebte in Deutschland in den letzten zehn bis fünfzehn Jahren einen kometenhaften Aufstieg. Das war nicht nur zu seinem Vorteil, denn die seriösen alteingesessenen Züchter der Rasse kamen mit dem Nachschub an Welpen gar nicht nach.

Gewerbliche Hundevermehrer traten auf den Plan oder auch einfach gut meinende Leute, die ihre Hündin einfach so mal decken ließen, ohne sich vorher einem Zuchtklub mit seinen relativ strengen Zuchtauswahlkriterien anzuschließen.

Der Golden Retriever ist nach wie vor ein überwiegend sehr freundlicher, Stress resistenter Hund, der sich hervorragend als Kinderhund eignet. Es treten aber heute vereinzelt aggressive und nervöse Exemplare in Erscheinung. Früher war dies beim Golden undenkbar.

Auch das Äußere dieser Rasse hat sich verändert: Die Köpfe der modernen Ausstellungshunde sind runder, das Fell viel heller, manche sind fast weiß. Beim Golden Retriever ist es extrem wichtig, einen Welpen aus einer kontrollierten Zucht zu wählen, das heißt, der Züchter sollte einem der beiden für die Rasse zuständigen und dem VDH angeschlossenen Zuchtclub angehören.

Ein rassetypischer Golden aus guter Zucht ist dann aber auch ein leicht erziehbarer, fröhlicher und unternehmungslustiger Familienhund, mit dem man richtig arbeiten kann und soll: Dummy-Training, Agility, Obedience, Rettungshundeausbildung und so weiter sind hervorragende Möglichkeiten, den Hund auszulasten und auch selber, unter fachkundiger Anleitung, etwas mehr über Hunde und ihr Verhalten zu lernen.

Wie alle Retriever sind Goldens aus­gesprochene Wasserratten, selbst die kleinste Pfütze wird begeistert durchwatet. Entsprechend unempfindlich sollte die verantwortliche Hausfrau sein, denn die Dreckmenge, die der Hund ins Haus bringt, kann beachtlich sein!

Gelenksprobleme, vor allem der Hüfte und der Ellbogen können - wie bei allen größeren Hunderassen auftreten. 

Höhepunkte

  • Golden Retriever haaren im Frühling und Herbst ungemein viel. Tägliches Bürsten entfernt einige der losen Haare aus dem Fell, was ihre Kleidung und das Haus vor dem Haarbefall schützt. Allerdings müssen Sie sich an die Hundehaare gewöhnen, wenn Sie mit einem Golden zusammenleben.
  • Golden Retriever sind Familienhunde; sie müssen mit ihrem Menschen“rudel“ im Haus leben und sollten nicht stundenlang alleine im Garten sein müssen.
  • Golden Retriever sind aktive Hunde, die täglich zwischen 40-60 Minuten Auslauf benötigen. Sie blühen beim Gehorsamstraining, in Agility Kursen und bei anderen Hundeaktivitäten auf, womit Sie Ihren Hund gleichzeitig physisch und geistig auslasten können.
  • Auch wenn sie sanft und vertrauenswürdig im Umgang mit Kindern sind darf man nicht außer Acht lassen, dass Golden Retriever ungestüme, große Hunde sind, die versehentlich ein kleines Kind umwerfen können.
  • Goldens lieben es zu essen und werden schnell übergewichtig, wenn sie zuviel Futter bekommen. Schränken Sie Leckerlis ein, rationieren Sie die tägliche Trockenfutterration Ihres Hundes und füttern Sie ihm regelmäßige Mahlzeiten anstatt Futter jederzeit frei zugänglich anzubieten.
  • Da der Golden Retriever eine sehr beliebte Rasse ist, gibt es viele Züchter, denen es wichtiger ist die große Welpen-Nachfrage zu Geld zu machen, anstatt glückliche, gesunde Hunde zu züchten. Um einen gesunden Hund zu bekommen, kaufen Sie niemals von einem unverantwortlichen Züchter, einem Massenzüchter, oder einem Zoogeschäft. Suchen Sie nach einem seriösen Züchter, der seine Zuchthunde testet, um sicherzugehen, dass sie keine genetischen Krankheiten haben, die auf die Welpen übertragen werden könnten und dass sie feste Charaktere haben.

Persönlichkeit

Das Markenzeichen der Rasse ist seine liebevolle, ruhige Natur. Der Golden wurde zur Arbeit mit Menschen gezüchtet und ist bemüht seinen Besitzer zu erfreuen. Obwohl er über eine gute Veranlagung verfügt, muss auch der Golden, wie alle Hunde, gut erzogen und trainiert werden, um das meiste aus seiner Herkunft zu machen.

Wie jeder Hund braucht auch der Golden eine frühe Sozialisation - das Kennenlernen von vielen verschieden Menschen, Ansichten, Geräuschen und Erfahrungen ist essentiell - solange er jung ist. Sozialisation hilft dabei sicherzustellen, dass Ihr Golden Welpe zu einem vielseitigen und ausgeglichenen Hund heranwächst.

Gesundheit

Golden Retriever sind im Grunde gesund, wie alle Rassen aber neigen sie zu Gesundheitsproblemen. Nicht alle Golden werden eine, oder alle dieser Krankheiten bekommen, sollte man diese Rasse in Betracht ziehen, dann ist es allerdings wichtig darüber informiert zu sein.

Sollten Sie einen Welpen kaufen, achten Sie darauf einen guten Züchter zu finden, der Ihnen Gesundheitszertifikate für beide Eltern des Welpen zeigen kann. Gesundheitszertifikate beweisen, dass ein Hund auf eine bestimmte Krankheit getestet wurde und davon freigeschrieben worden ist.

Bei Golden Retrievern sollten Sie davon ausgehen, Gesundheitszertifikate der "Orthopadic Foundation for Animals (OFA) für Hüftdyslapsie (mit einer Bewertung zwischen angemessen und besser),Ellbogendyslapsie, Hypothyreose und dem Willebrand-Jürgens-Syndrom einsehen zu können; und von der "Canine Eye Registry Foundation (CERF)" Zertifikate, dass die Augen normal sind. Sie können durch das Prüfen der OFA Webseite (offa.org) Gesundheitszertifikate bestätigen.

Hüftdysplasie: Hüftdysplasie ist eine Erbkrankheit, bei der der Oberschenkelknochen nicht fest im Hüftgelenk sitzt. Einige Hunde weisen Schmerzen und Lahmheit auf einem oder beiden Hinterbeinen auf, aber es kann auch sein, dass man bei einem Hund mit Hüftdysplasie gar keine Symptome erkennt. Beim alternden Hund kann Arthritis entstehen. Die Orthopedic Foundation for Animals, wie auch das Hüftverbesserungsprogramm der Pennsylvania Universität, führen Röntgentechniken für Hüftdysplasie durch. Hunde mit Hüftdysplasie sollten nicht zur Zucht verwendet werden. Wenn Sie einen Welpen erwerben, lassen Sie sich vom Züchter einen Beweis für den Test auf Hüftdysplasie liefern und auch dafür, dass der Welpe ansonsten keine Probleme hat.

Ellbogendysplasie: Dies ist eine erbliche Erkrankung, die bei großrassigen Hunden häufig vorkommt. Man glaubt, dass sie durch die verschiedenen Wachstumsgrade der drei Knochen zustande kommt, aus denen der Ellbogen des Hundes besteht, was zur Überdehnung des Gelenks führt. Dies kann schmerzhaftes Lahmen zur Folge haben. Ihr Tierarzt wird Ihnen eventuell zu einer Operation raten, um das Problem zu beheben, oder ein Medikament anbieten, das den Schmerz kontrollieren soll.

Katarakt: Genau wie beim Menschen auch, werden Katarakte beim Hund durch wolkige Flecken auf der Augenlinse charakterisiert, die mit der Zeit größer werden können. Sie können in jedem Alter auftreten und beeinträchtigen die Sehfähigkeit oftmals überhaupt nicht, auch wenn sie in einigen Fällen zu einem schweren Verlust der Sehfähigkeit führen können. Zuchthunde sollten von einem zertifizierten Fachtierarzt für Augenheilkunde untersucht werden, bevor sie zur Zucht eingesetzt werden. Katarakte können normalerweise, mit guten Resultaten, chirurgisch entfernt werden.

Progressive Retinaatrophobie (PRA): Die PRA ist eine Familie von Augenkrankheiten, welche die allmähliche Verschlechterung der Retina innehaben. Im Anfangsstadium der Krankheit werden Hunde nachtblind. Im weiteren Verlauf der Krankheit verlieren sie auch ihre Tagessehfähigkeit. Viele Hunde gewöhnen sich sehr gut an den eingeschränkten, oder kompletten, Verlust ihrer Sehfähigkeit, solange ihr Umfeld konstant bleibt.

Supravalvuläre Aortenstenose: Dieses Herzproblem entsteht durch eine schmale Verbindung zwischen der linken Herzkammer (ausfließen) und der Aorta. Es kann zur Ohnmacht und sogar plötzlichem Tod führen. Ihr Tierarzt kann es diagnostizieren und die geeignete Behandlung durchführen.

Osteochondrosis Dissecans (OCD): Diese orthopedische Erkrankung, welche durch das unkorrekte Wachstum der Gelenksknorpel entsteht, kommt meist in den Ellbogen vor, wurde aber auch schon in den Schultern gesichtet. Es führt zu schmerzhaften Gelenksversteifungen, die mitunter dazu führen können, dass der Hund seinen Ellbogen nicht mehr beugen kann. Die Erkrankung kann bereits zwischen dem vierten und neunten Lebensmonat entdeckt werden. Das Überfüttern mit "Wachstumszusammensetzungen" im Welpenfutter, oder hoch-proteinreichem Futter kann zur Entstehung der Erkrankung beitragen.

Allergien: Golden Retriever können an einer Vielzahl von Allergien leiden, von Kontaktallergien bis hin zu Lebensmittelallergien. Allergiesymptome bei Hunden ähneln denen der Menschen. Sollte Ihr Deutscher Schäferhund seine Pfoten kratzen und lecken, oder sein Gesicht oft reiben, gehen Sie davon aus, dass er eine Allergie hat und bringen Sie ihn zur tierärztlichen Kontrolle.

Willebrand-Jürgens-Syndrom: Dies ist eine vererbte Blutkrankheit, die das Blut am gerinnen hindert. Das Hauptsymptom ist übermäßiges Bluten nach einer Verletzung oder Operation. Andere Symptome beinhalten Nasenbluten, Zahnfleischbluten, oder Bluten im Magen und anderen Eingeweiden. Es gibt keine Heilung und eine Bluttransfusion von gesunden Hunden ist derzeit das einzige Behandlungsmittel. Es wird nach anderen Behandlungsformen geforscht, einschließlich Medikation. Die meisten Hunde mit dem Willebrand-Jürgens-Syndrom können ein normales Leben führen. Ein Tierarzt kann Ihren Hund auf die Krankheit testen. Hunde mit dieser Krankheit sollten nicht zur Zucht eingesetzt werden.

Magendrehung: Oft als Blähung bezeichnet betrifft dieser lebensbedrohliche Zustand große Hunde mit einem tiefen Brustkorb, wie Golden Retriever, besonders wenn sie lediglich eine große Mahlzeit am Tag zu sich nehmen, schnell essen, große Mengen an Wasser trinken, oder sich nach dem Essen exzessiv bewegen. Blähungen entstehen, wenn der Magen aufgebläht, oder mit Luft gefüllt, ist und sich dreht. Der Hund kann nicht aufstoßen oder sich übergeben, um sich von der überschüssigen Luft in seinem Magen zu befreien, zudem ist der Blutzufluss zum Herzen erschwert. Der Blutdruck sinkt und der Hund gerät in einen Schockzustand. Ohne sofortige medizinische Behandlung kann der Hund sterben.

Rechnen Sie mit einem gedrehten Magen, wenn Ihr Hund einen aufgeblähten Bauch hat, enorm viel sabbert und würgt, ohne sich dabei zu übergeben. Er könnte auch unruhig, depressiv, lethargisch und schwach sein, sowie einen schnellen Herzschlag haben. Wenn Ihnen diese Symptome auffallen, bringen Sie Ihren Hund umgehend zum Tierarzt.

Epilepsie: Epilepsie ist eine Gehirnkrankheit, die periodische Anfälle und Krämpfe verursacht. Ihr Tierarzt muss wissen wie schwer die Anfälle sind und wie oft sie vorkommen, um die korrekte Medikation verschreiben zu können, falls Ihr Hund diese benötigt.

Hypothyreose: Dies ist eine Krankheit der Schilddrüse, von der man glaubt, dass sie Krankheiten wie Epilepsie, Haarausfall, Übergewicht, Lethargie, dunkle Hautflecken und andere Hautkrankheiten hervorruft. Sie wird mit Medikamenten und Diät behandelt.

Hämangiosarkomen: Dies ist eine sehr gefährliche Krebsart, die in der Beschichtung der Blutgefäße und der Milz entsteht. Sie kommt meist bei Hunden mittleren und fortgeschrittenen Alters vor.
Osteosarkom: Osteosarkom ist ein bösartiger Knochenkrebs, der häufig bei großen und gigantischen Rassen vorkommt.

Betreuung

Golden Retriever sind für die Bewegung gebaut und lieben es draußen zu toben. Wenn Sie gerne wandern oder joggen, wird Ihr Golden Sie mit Freude begleiten. Und wenn Sie im Garten ein paar Bälle werfen wollen, dann ist er auch gerne dabei; ganz gemäß ihrem Namen lieben es Goldens zu retrieven.

Machen Sie Ihren Hund zwei Mal pro Tag, innerhalb von 20-30 Minuten, mit ausreichender Bewegung müde, um auch im Haus einen zufriedenen, ausgeglichenen Hund zu haben. Lustlosigkeit bei der Bewegung des Hundes könnte zu Verhaltensproblemen führen.

Wie andere Retriever Rassen auch, sind Golden Retriever von Natur her "großmäulig" und lieben es etwas in ihrem Mund tragen zu können: einen Ball, ein weiches Spielzeug, die Zeitung, oder am allerbesten, eine stinkende Socke.

Bei der Erziehung eines Golden Welpen müssen Sie besonders Acht geben. Diese Hunde wachsen zwischen dem vierten und siebten Lebensmonat enorm, was sie für Knochenkrankheiten anfällig macht. Lassen Sie Ihren Golden Welpen nicht auf sehr harten Untergründen, wie etwa Pflastersteinen, rennen und spielen, bis er etwa zwei Jahre alt ist und seine Gelenke ausgewachsen sind. Normales Spiel auf Gras ist unbedenklich und ebenso verhält es sich mit Welpen Agility Kursen.

Hunde Fellfarben

Golden Retriever haben ein dichtes, wasserresistentes Außenfell, mit einem dicken Unterfell. Manche Felle sind wellig, manche sind glatt. Das Fell federt auf der Hinterseite der Vorderläufe und am Unterkörper, auf der Brust federt es dabei mehr, ebenso auf den Schenkeln und dem Schwanz.

Golden Retriever kommen in allen Goldtönen vor, von hell bis dunkel. Einige Züchter haben damit begonnen "seltene weiße Goldens" zu verkaufen, doch der American Kennel Club erkennt Weiß nicht als Fellfarbe für diese Rasse an.

Golden Retriever haaren im Winter und Sommer mäßig und im Frühling und Herbst stark. Wenn Sie mit einem Golden leben, müssen Sie sich an eine gewisse Menge an Hundehaaren in Ihrem Haus und auf Ihrer Kleidung gewöhnen.

Das dichte Fell des Goldens bedeutet, dass es viel Pflege benötigt. Um Verfilzungen zu vermeiden, sollte das Fell täglich gebürstet werden, wobei einmal pro Woche das absolute Minimum ist. Ihr Golden benötigt zudem mindestens einmal im Monat ein Bad, oftmals sogar häufiger, um ihn sauber aussehen und riechen zu lassen.
Putzen Sie die Zähne Ihres Golden Retrievers mindestens zwei oder drei Mal pro Woche, um Zahnbelag und Bakterien zu entfernen. Tägliches Putzen ist sogar noch besser, um Zahnfleischerkrankungen und schlechten Atem zu vermeiden.

Schneiden Sie ein bis zwei Mal pro Monat die Krallen Ihres Hundes, falls er diese nicht auf natürliche Weise abnutzt. Wenn Sie die Krallen auf dem Boden klackern hören, sind sie zu lang. Kurze, gut getrimmte Krallen halten die Pfoten in gutem Zustand.

Hundekrallen haben Blutgefäße in sich und wenn Sie zu weit einschneiden, können Sie Blutungen verursachen - und Ihr Hund könnte sich beim nächsten Mal weigern, sobald er den Nagel-Klipper sieht. Sollten Sie also keine Erfahrung mit dem Schneiden der Hundekrallen haben, fragen Sie einen Tierarzt oder Hundefriseur um Rat.

Umgeklappte Ohren schaffen ein warmes, dunkles Umfeld für das Heranwachsen von Bakterien oder Fungus und Rassen, welche diese haben - wie der Golden Retriever - neigen zu Ohrinfektionen. Seine Ohren sollten wöchentlich auf Röte oder schlechten Geruch kontrolliert werden, was auf Infektionen hinweisen könnte.

Überprüfen Sie diese zudem jedes Mal, wenn Ihr Hund nass wird. Wenn Sie die Ohren Ihres Hundes prüfen, wischen Sie diese mit einem, in sanften, PH-neutralen Ohrenreiniger getunkten, Wattebausch aus, um Infektionen zu vermeiden. Führen Sie nichts in den Ohrenkanal ein; reinigen Sie lediglich das äußere Ohr.

Beginnen Sie bereits im Welpenalter damit Ihren Golden Retriever an das Bürsten und untersucht werden zu gewöhnen. Fassen Sie seine Pfoten häufig an - Hunde sind an den Pfoten empfindlich - und schauen Sie in seinen Mund.

Machen Sie die Pflege zu einem positiven Erlebnis, das voller Lob und Belohnung ist und so legen Sie die Grundlage für leichte Tierarztuntersuchungen und andere Handhabungen, wenn der Hund ausgewachsen ist.

Während der Pflege sollten Sie nach Wunden, Hautausschlägen und Infektionsanzeichen, wie Röte, Schmerzempfindlichkeit, oder Hautinfektionen, in der Nase, dem Mund und den Augen, Ausschau halten.

Die Augen sollten klar, nicht gerötet und absonderungsfrei sein. Ihre sorgsame wöchentliche Untersuchung kann dabei helfen, potentielle Gesundheitsprobleme frühzeitig zu erkennen.

Kinder Und Andere Tiere

Der liebenswürdige Golden Retriever macht sich nichts aus dem Krach und Tumult von Kindern - er blüht sogar darin auf. Dennoch ist er ein großer, starker Hund, der ein kleines Kind leicht, aus Versehen, umwerfen kann.

Wie bei jeder anderen Rasse auch, sollten Sie Kindern stets erklären, wie Sie auf den Hund zugehen und ihn anfassen sollten und zudem jegliche Interaktion zwischen Hunden und jungen Kindern überwachen, um Beißen, das Ziehen an Ohren und Schwanz - von beider Seiten her - zu vermeiden.

Bringen Sie Ihrem Kind bei einen Hund niemals beim Essen oder Schlafen zu stören, oder zu versuchen ihm das Fressen wegzunehmen. Kein Hund, egal wie freundlich, sollte jemals unbeaufsichtigt mit einem Kind alleine gelassen werden.

Die Einstellung des Goldens zu anderen Tieren lautet: je mehr, umso besser. Er genießt die Gemeinschaft anderer Hunde und mit dem richtigen Training und korrekter Vorstellung selbiger, kann ihm auch im Zusammenleben mit Katzen, Hasen und anderen Tieren vertraut werden.

Geschichte

Viele Jahre lang bestand eine Legende die besagte, dass der Golden Retriever vom Russischen Schäferhund abstamme, die von einem Zirkus aufgekauft wurden. Fakt ist jedoch, dass die Rasse in Schottland erschaffen wurde, genauer gesamt im Hochlandsanwesen von Sir Dudley Majoribanks, später bekannt als Lord Tweedmouth.

Tweedmouth, gleich dem meisten Adel seiner Zeit, züchtete allerlei Tiere und versuchte verschiedene Rassen zu perfektionieren. Tweedmouths Zuchtregister von 1835 bis 1890 zeigen, was sein Ziel mit dem Golden war: Ein talentierter Retriever - Tweedmouth war ein begeisterter Jäger von Wasservögeln - mit einer hervorragenden Nase, der seinem menschlichen Partner gegenüber aufmerksamer agiert, als die Setter und Spaniel, die derzeit zum Retrieving genutzt wurden. Außerdem wollte er, dass der Hund loyal und im Haus ausgeglichen ist.

Tweedmouth brachte Nous nach Hause nach Schottland und züchtete ihn 1868 und 1871 mit Belle, einem Tweed Wasser Spaniel. Tweed Wasser Spaniel (inzwischen ausgestorben) waren als eifrige Retriever im Jagdfeld bekannt und im Hause als außergewöhnlich ruhig und loyal - Charakterzüge, die sich im heutigen Golden Retriever wiederfinden lassen.

Nous und Belles Nachfahren wurden mit Retrievern mit welligen und flachem Fell gezüchtet, einem weiteren Tweed Wasser Spaniel und einem roten Setter. Tweedmouth behielt zumeist die gelben Welpen, um mit seinem Zuchtprogramm fortzufahren und gab die anderen an Freunde und Verwandte ab.

Es war nicht überraschend, dass Tweedmouths Rasse zuerst für ihre Fertigkeiten bei der Jagd Anerkennung erhielt. Einer der bekanntesten war Don von Gerwyn, der Nachfolge eines Hundes von Tweedmouth, mit schokoladigfarbenem Fell, welcher die Internationale Jagdhunde Liga in 1904 gewann.

Der Kennel Club in England erkannte den Golden Retriever erstmals 1911 offiziell als eigenständige Rasse an. Zu der Zeit waren sie als "Retriever - Gelb oder Gold" klassifiziert. 1920 wurde der Name der Rasse offiziell in Golden Retriever umbenannt.

Der American Kennel Club erkannte die Rasse 1932 an. Heute ist der Golden Retriever die zweit-populärste Rasse der USA.

Temperament / Aktivität

Im ausgehenden 19. Jh. züchtete Lord Tweedmouth in Schottland aus einem gelben Labrador Retriever, Irish Setter und dem heute ausgestorbenen Tweed Water Spaniel einen blonden langhaarigen Retriever, der später als Golden Retriever bekannt wurde.

Der zuverlässige Apportierhund mit weichem Maul ist heute in erster Linie ein geschätzter Familienhund, der aber auch jagdlich geführt werden kann. Der ruhige, gelassene, trotzdem aufmerksame und nie langweilige Hund ist intelligent und lernfreudig. Außer zur jagdlichen Ausbildung eignet er sich als Blindenfuhrhund, für Gehorsamsausbildungen, Turnierhundsport usw.

Der Golden Retriever ist ein ausgesprochener Kinderfreund, geduldig und niemals aggressiv. Er ist kein Schutzhund, aber im Ernstfall durchaus verteidigungsbereit. Das mittellange, schlichte Haar muss regelmäßig gebürstet werden.

Der leicht und mit Liebe zu erziehende Golden Retriever bereitet auch dem unerfahrenen Hundehalter kaum Schwierigkeiten. Da er nicht zu den jagenden Hunden gehört, sondern auf Befehl geschossenes Federwild oder Hase apportiert, neigt er nicht zum Wildern oder Streunen.

Ein schöner Sport, speziell für Retriever entwickelt, ist die sog. „Dummyarbeit" das Apportieren von künstlichen „Hasen" Leider hat der Golden sich zum Modehund - mit allen negativen Folgen wie unkontrollierter Massenzucht - entwickelt. Deshalb beim Welpenkauf unbedingt große Sorgfalt walten lassen, um Enttäuschungen bezüglich des erwünschten Charakters und der Gesundheit zu vermeiden. 

Golden Retriever - empfohlene Hundenamen

Männliche Hundenamen Weibliche Hundenamen
01 . GarwinBazi
02 . DirasDolores
03 . AssanJasmine
04 . GallileiImkea
05 . GandhiNeely
06 . FutureKassandra
07 . ArisAime
08 . BariDalina
09 . ChamberLila
10 . JurekCaroline

Hunde Leckerbissen

FCI-Nr.: 111/8.1 
Monatliche Futterkosten: ca. 50 € 
Lebenserwartung: ca. 12 Jahre  
Welpenpreis: ca. 900-1000 € 
Zuchtclubs im VDH: Deutscher Retriever Club (DRC) (legt mehr Wert auf Prüfungsergebnisse),Golden Retriever Club (legt mehr Wert auf Ausstellungsergebnisse).

Hunderasse 60-69 cm. 

Weitere Informationen