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Deutscher Schäferhund

Deutscher Schäferhund - bild
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Rasse Deutscher Schäferhund
Andere Namen Alsatian, Berger Allemand , Deutscher Schäferhund ,GSD , Schäferhund, German Shepherd Dog
Ursprung Deutschland
Größe Große Hunderassen
Gruppe Hütehunderassen
Lebenserwartung 7-12 Jahre
Temperament / Aktivität Sanft, Intelligent, Gutmütige, Gütig, Abgehend, Agil
Widerristhöhe Rüde: 60–65 cm Hündin: 55–60 cm
Gewicht Rüde: 30–40 kg Hündin: 22–32 kg
Hunde Fellfarben Am häufigsten tan mit schwarzem Sattel, schwarz, schwarzbraun in verschiedenen Tönen, wolfsgrau
Welpen Preis 550 - 1220 EUR
Hypoallergene nein
Deutscher Schäferhund Welpen
Deutscher Schäferhund Welpen
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Rassen-Eigenschaften

Anpassungsfähigkeit
Rundherum Freundlich
Gesundheitspflege
Trainierbarkeit
Bewegungsbedürfnisse

Am Deutschen Schäferhund scheiden sich die Geister. Weltweit ist kaum ein Hund so bekannt und beliebt, aber kaum eine andere Rasse hat auch so viele Feinde. Für Schäferhunde gilt vielleicht noch mehr als für andere Rassen, dass sie das sind, was ihre Herren aus ihnen machen. 

Dies muss man sich vor der Anschaffung eines Schäferhundwelpen immer vergegenwärtigen. Unerzogen, sich selbst überlassen oder gar scharf gemacht, wird ein Schäfer zur Plage oder gar Gefahr für seine Umwelt. In den richtigen Händen hingegen kann er zum echten Traumhund werden. Eine sehr solide Grunderziehung ist wichtig, um den Hund jederzeit unter Kontrolle zu halten. 

Darüber hinaus brauchen Schäferhunde eine Aufgabe, die sie körperlich und geistig fordert. Diese findet man zum Beispiel bei den diversen hundesportlichen Disziplinen wie Obedience, Agility oder Fährtenarbeit. Halter mit ernsthaften Ambitionen können mit ihrem Schäfer eine Rettungs- oder Lawinenhundausbildung machen. Schäferhunde sind tatsächlich universell einsetzbar, außer vielleicht als Jagdhunde

Hierin liegt die große Gefahr bei ihnen, denn unterfordert fangen sie sehr schnell an, sich zu langweilen und auf dumme Gedanken zu kommen. Auf jeden Fall ist ein Schäfer viel zu schade, den ganzen Tag in einem Zwinger zu versauern und nur zweimal in der Woche auf einen Hundeplatz gebracht zu werden. Dies ist der Anspruch an Sie als Schäferhundhalter - machen Sie etwas aus diesem prachtvollen Tier. Ihre Mitmenschen und Ihr Hund werden es Ihnen danken! Der Züchter muss wohl ausgesucht werden. Meiden Sie Massenzuchten, in denen die Hunde nur im Zwinger gehalten werden. Achten Sie auf freundliche und aufgeschlossene Elterntiere und auf einen sympathischen Züchter. Das freundschaftliche Verhältnis zwischen ihm und seinen Hunden sollte deutlich spürbar sein. 

Viele Schäferhunde haben Hüftprobleme. HD-freie Elterntiere sind ein Muss, dies sollten Sie sich unbedingt vom Züchter dokumentieren lassen. Meiden Sie auch Hunde mit extrem abfallender Hinterhand und am Boden schleifenden Ruten!  

Höhepunkte

  • Falls Sie häufig außer Haus sind, oder für längere Zeiträume, dann ist ein Deutscher Schäferhund nicht die richtige Rasse für Sie. Wenn sie lange allein gelassen werden, entwickeln sie Nervosität und Langeweile und neigen dazu diese auch auszuleben, was Ihnen sicher nicht gefallen wird – Bellen, Kaufen und Buddeln sind nur einige der Auswirkungen.
  • Der Deutsche Schäferhund ist ein aktiver und intelligenter Hund. Er braucht viel Beschäftigung, will lernen, spielen und arbeiten. Tägliche Übungen, körperlich (wie Joggen und Frisbee spielen),wie auch geistig (wie durch Trainingseinheiten),sind unabdingbar.
  • Fremden gegenüber können Deutsche Schäferhunde distanziert und misstrauisch reagieren. Um einen sozialen und wohlerzogenen Hund heranzuziehen, setzen Sie Ihren Deutschen Schäferhund Welpen vielen Erfahrungen aus, zeigen Sie ihm viele verschiedene Orte und umgeben Sie ihn mit Menschen. Gehorsamstraining, beginnend mit der Welpenschule, ist sehr wichtig, um ihn an andere Menschen und Hunde zu gewöhnen, sowie um ihm grundlegende Kommandos beizubringen.
  • Diese Hunde haaren, haaren, haaren – ihr Spitzname ist sogar der „Deutsche Haarer“. Bürsten Sie ihn mehrmals pro Woche und besorgen Sie sich einen guten Staubsauger. Sie werden ihn brauchen.
  • Hundeboxtraining ist nicht nur eine wunderbare Art Ihren Welpen stubenrein zu machen, es hilft ihm auch ruhig und glücklich zu sein, wenn er von seinem Besitzer getrennt ist. Besonders für den Deutschen Schäferhund ist das wichtig, da er oft an Trennungsangst leidet, oder extrem nervös wird, wenn man ihn alleine lässt.
  • Seinem Ruf nach ist er ein guter Wachhund – und das stimmt auch – der Deutsche Schäferhund sollte aber nie an der Kette gehalten, oder angebunden werden, nur um Wache zu stehen. Kein Hund sollte das; es erzeugt Frustration und Aggression. Der Deutsche Schäferhund ist am glücklichsten, wenn er mit seiner Familie im Haus sein kann und doch Zugang zu einem großen, umzäunten Garten hat, in dem er einen Teil seiner natürlichen Energie abbauen kann.
  • Um einen gesunden Hund zu bekommen, kaufen Sie niemals einen Hund von einem unverantwortlichen Züchter, einem Massenzüchter, oder aus dem Zoogeschäft. Suchen Sie nach einem seriösen Züchter, der seine Zuchthunde testet, um sicherzugehen, dass sie keine genetischen Krankheiten haben, die auf die Welpen übertragen werden könnten und dass sie feste Charaktere haben.

Persönlichkeit

Der Deutsche Schäferhund ist zwar recht zurückhaltend, aber normalerweise nicht aggressiv. Er ist ein scheuer Hund, der nicht sofort Freundschaften schließt, aber wenn er das tut, dann ist er extrem loyal. Innerhalb seiner Familie verhält er sich entspannt und aufgeschlossen, fühlt er sich aber bedroht, dann kann er sehr stark und beschützend sein, diese Eigenschaft macht ihn zu einem exzellenten Wachhund.

Diese hochintelligente und trainierbare Rasse liebt es eine Aufgabe zu haben - ganz egal welche. Der Deutsche Schäferhund kann für fast jede Aufgabe trainiert werden, vom Alarmieren einer blinden Person, dass die Türklingel geläutet hat, bis hin zum Erschnüffeln eines Lawinenopfers.

Für lange Zeit alleine gelassen zu werden gefällt dem Hund nicht gut. Ohne die Gemeinschaft, die er benötigt - ebenso wie den Auslauf und die Möglichkeit seine Intelligenz zu nutzen - wird ihm schnell langweilig und er ist frustriert. Ein Deutscher Schäferhund der nicht genug Bewegung bekommt und von seiner Familie ignoriert wird, lässt seiner aufgestauten Energie meist auf Arten heraus, die Ihnen nicht gefallen werden, wie etwa Bellen und Kauen.

Wie jeder andere Hund auch, muss der Deutsche Schäferhund frühzeitig sozialisiert werden - solange er jung ist, sollte er viele verschiedene Menschen, Anblicke und Geräusche kennenlernen, sowie viele Erfahrungen machen. Eine gute Sozialisation stellt sicher, dass Ihr Deutscher Schäferhund Welpe zu einem vielseitigen Hund heranwächst.

Gesundheit

Deutsche Schäferhunde sind in der Regel gesund, wie alle anderen Rassen auch ist er jedoch anfällig für bestimmte Gesundheitsprobleme. Nicht alle Deutschen Schäferhunde bekommen eine, oder alle, dieser Krankheiten, insofern Sie sich für diese Rasse entscheiden, sollten Sie jedoch über die möglichen Krankheiten informiert sein.

Sollten Sie einen Welpen kaufen, achten Sie darauf einen guten Züchter zu finden, der Ihnen Gesundheitszertifikate für beide Eltern des Welpen zeigen kann. Gesundheitszertifikate beweisen, dass ein Hund auf eine bestimmte Krankheit getestet wurde und davon freigeschrieben worden ist.

Bei Deutschen Schäferhunden sollten Sie davon ausgehen, Gesundheitszertifikate der "Orthopadic Foundation for Animals (OFA) für Hüftdyslapsie (mit einer Bewertung zwischen angemessen und besser),Ellbogendyslapsie, Hypothyreose und dem Willebrand-Jürgens-Syndrom einsehen zu können; und von der "Canine Eye Registry Foundation (CERF)" Zertifikate, dass die Augen normal sind. Sie können durch das Prüfen der OFA Webseite (offa.org) Gesundheitszertifikate bestätigen.

Hüftdysplasie: Hüftdysplasie ist eine Erbkrankheit, bei der der Oberschenkelknochen nicht fest im Hüftgelenk sitzt. Einige Hunde weisen Schmerzen und Lahmheit auf einem oder beiden Hinterbeinen auf, aber es kann auch sein, dass man bei einem Hund mit Hüftdysplasie gar keine Symptome erkennt. Beim alternden Hund kann Arthritis entstehen. Die Orthopedic Foundation for Animals, wie auch das Hüftverbesserungsprogramm der Pennsylvania Universität, führen Röntgentechniken für Hüftdysplasie durch. Hunde mit Hüftdysplasie sollten nicht zur Zucht verwendet werden. Wenn Sie einen Welpen erwerben, lassen Sie sich vom Züchter einen Beweis für den Test auf Hüftdysplasie liefern und auch dafür, dass der Welpe ansonsten keine Probleme hat.

Ellbogendysplasie: Dies ist eine erbliche Erkrankung, die bei großrassigen Hunden häufig vorkommt. Man glaubt, dass sie durch die verschiedenen Wachstumsgrade der drei Knochen zustande kommt, aus denen der Ellbogen des Hundes besteht, was zur Überdehnung des Gelenks führt. Dies kann schmerzhaftes Lahmen zur Folge haben. Ihr Tierarzt wird Ihnen eventuell zu einer Operation raten, um das Problem zu beheben, oder ein Medikament anbieten, das den Schmerz kontrollieren soll.

Magendrehung: Oft als Blähung bezeichnet betrifft dieser lebensbedrohliche Zustand große Hunde mit einem tiefen Brustkorb, wie Labradore, besonders wenn sie lediglich eine große Mahlzeit am Tag zu sich nehmen, schnell essen, große Mengen an Wasser trinken, oder sich nach dem Essen exzessiv bewegen. Blähungen entstehen, wenn der Magen aufgebläht, oder mit Luft gefüllt, ist und sich dreht. Der Hund kann nicht aufstoßen oder sich übergeben, um sich von der überschüssigen Luft in seinem Magen zu befreien, zudem ist der Blutzufluss zum Herzen erschwert. Der Blutdruck sinkt und der Hund gerät in einen Schockzustand. Ohne sofortige medizinische Behandlung kann der Hund sterben. Rechnen Sie mit einem gedrehten Magen, wenn Ihr Hund einen aufgeblähten Bauch hat, enorm viel sabbert und würgt, ohne sich dabei zu übergeben. Er könnte auch unruhig, depressiv, lethargisch und schwach sein, sowie einen schnellen Herzschlag haben. Wenn Ihnen diese Symptome auffallen, bringen Sie Ihren Hund umgehend zum Tierarzt.

Degenerative Myelopathie: Degenerative Myelopathie ist eine progressive Krankheit des Rückenmarks, im Speziellen, des Rückenmarkteils, welches dem Gehirn Informationen bzgl. der Hinterläufe kommuniziert. Hunde mit DM verhalten sich so, als wüssten sie nicht wo ihre Hinterbeine sind und zudem können sie diese nicht richtig bewegen. Die Krankheit schreiten soweit fort, bis der Hund nicht mehr laufen kann. Meistens gibt es keine Behandlungsmöglichkeiten und der Hund wird eingeschläfert. In einigen wenigen Fällen allerdings ist die Kankheit auf einen Mangel an Vitamin-12 oder Vitamin-E zurückzuführen, wenn dies der Fall ist, könnten Vitamin-Ergänzungsmittel den Krankheitszustand stabilisieren.

Exokrine Pankreasinsuffizienz: EPI ist eine genetische Krankheit des Pankreas, bei der die Zellen zerstört werden, die für die Produktion der Verdauungssysteme verantwortlich sind. Somit kann der Hund Futter nicht mehr verdauen und aufnehmen. Die ersten Anzeichen sind Blähungen, Appetitsverlust, Gewichtsverlust und eine Veränderung des Stuhls. Der Hund wird sehr dünn und sehr hungrig. EPI wird durch einen einfachen Bluttest diagnostiziert und auch die Behandlung ist einfach: dem Hundefutter werden pakreatische Enzyme zugefügt. Mit der richtigen Überwachung der Medikation, erholen sich die meisten Hunde.

Allergien: Einige Deutsche Schäferhunde leiden an einer Vielzahl von Allergien, von Kontaktallergien bis hin zu Lebensmittelallergien. Allergiesymptome bei Hunden ähneln denen der Menschen. Sollte Ihr Deutscher Schäferhund seine Pfoten kratzen und lecken, oder sein Gesicht oft reiben, gehen Sie davon aus, dass er eine Allergie hat und bringen Sie ihn zur tierärztlichen Kontrolle.

Betreuung

Ursprünglich zur ganztäglichen Hütung von Herden gezüchtet, ist der Deutsche Schäferhund für die Bewegung gebaut. Das bedeutet, dass er viel Energie hat, die er durch tägliche Bewegung abbauen muss.

Sollten Sie ihn für eine längere Zeit alleine lassen, ohne Bewegung, so stellen Sie sich auf Ärger ein. Langeweile und Untätigkeit führt zu Verhaltensproblemen - Kauen, Buddeln und Bellen. Der Deutsche Schäferhund muss unbedingt seinen Körper (durch Joggen, Toben im Hundepark) und auch sein Gehirn (durch Aufgaben wie beim Agility oder in Gehorsamswettkämpfen) trainieren.

Wie viele Hüterassen sind auch die Deutschen Schäferhunde Beller. Das Bellen selbst muss nicht zwingend zum Problem werden, das ändert sich allerdings dann, wenn der Hund gelangweilt ist. Das Erlernen des Kommandos "Ruhig!/Still!" sollte Teil des Gehorsamstrainings eines jeden Deutschen Schäferhundes sein.

Deutsche Schäferhunde kauen gerne und ihre kräftigen Kiefer schaffen es, die meisten Materialien zu zerstören. Wenn sie sich den falschen Gegenstand zum Zernagen aussuchen, dann können sie ihre Zähne beschädigen, etwas schädliches verschlucken, oder sogar ersticken. Geben Sie Ihrem Hund sicheres Kauspielzeug und Knochen, um sich selbst zu beschäftigen, wenn Sie nicht mit ihm spielen und auch, um ihn und Ihr Hab und Gut zu schützen.

Hunde Fellfarben

Ursprünglich wurde der Deutsche Schäferhund gezüchtet, um Herden in harschen Klimazonen zu hüten und sein halblanges Doppelfell passt perfekt zu diesem Job, es schützt den Hund vor Regen und Schnee und ist Kletten und auch Dreck gegenüber resistent.

Die Fellarten des Deutschen Schäferhundes sind ebenso variabel, wie seine Farbe; einige Deutsche Schäferhunde sind langhaarig. Der ideale Deutsche Schäferhund allerdings hat ein halblanges Doppelfell. Das Außenfell ist dicht und hat glattes Haar, welches dicht am Körper anliegt, und ist manchmal auch wellig und drahtig.

Das Fell kommt in einer Vielzahl an Farben und Mustern vor, einschließlich Schwarz; Schwarz und Creme; Schwarz und Rot; Schwarz und Silber; Schwarz und Hellbraun; Blau; Grau; Schokolade; Sable und Weiß. Der American Kennel Club erkennt die Farbe Weiß für diese Rasse jedoch nicht an und lässt Deutsche Schäferhunde auch nicht an Hundeausstellungen teilnehmen, obwohl sie bei anderen Wettbewerben zugelassen sind.

Manchmal spaßigerweise als "haarender Deutscher" bezeichnet, haart diese Rasse das ganze Jahr über und wechselt sein Fell etwa zwei Mal pro Jahr - dabei verliert er viel Haar auf einmal, wie bei einem Schneesturm. Sollten Sie einen Deutschen Schäferhund wollen, so stellen Sie sich auf Haare auf Ihren schwarzen Hosen, auf Ihrer weißen Couch und im Grunde im ganzen Haus, ein.

Gegen das Haaren gibt es kein magisches Gegenmittel. Akzeptieren Sie es einfach. Das Bürsten zwei bis drei Mal pro Woche hilft allerdings, dass mehr Haare durch die Bürste abgelöst werden, als durch und auf Ihren Möbeln. Ein kräftiger Staubsauger schadet auch nicht.

Zu häufiges Baden entzieht dem Fell seine natürlichen Öle, die es gesund halten, baden Sie ihn daher nur, wenn der Hund es wirklich benötigt. Es sollte nicht zu oft geschehen; neben seines schlechten Rufes als Haarer, ist der Deutsche Schäferhund doch sehr reinlich, sauber und geruchlos.

Die Krallen sollten monatlich geskürzt werden und seine Ohren sollten wöchentlich auf Schmutz, Röte, oder schlechten Geruch, der eine Indikation für Infektionen sein kann, untersucht werden, dann sollten sie wöchentlich mit einem Wattebausch ausgewischt werden, der in sanften, PH-neutralen Ohrenreiniger getunkt wurde, um so Probleme zu vermeiden.

Deutsche Schäferhunde lieben es zu Kauen und diese Angewohntheit hilf ihnen auch, die Zähne rein zu halten. Geben Sie ihnen robuste, sichere Kauspielzeuge zur Zahnpflege, oder auch Knochen, und sie bekämpfen das Aufkommen von Zahnstein, besonders auf den hintersten Backenzähnen. Wenn Sie seine Zähne zusätzlich mit einer weichen Zahnbürste und Hunde-Zahnpasta putzen, so helfen Sie ihm sein Zahnfleisch und die Zähne in guter Form zu halten.

Kinder Und Andere Tiere

Insofern er gut trainiert ist und viel Umgang mit Kindern hatte, besonders im Welpenalter, dann ist ein Deutscher Schäferhund ein großartiger Begleiter für Kinder. Manch einer sagt sogar, dass er eine Mischung aus Babysitter und Polizist ist und mit den Kindern seiner Familie sanft umgeht und sie gleichzeitig auch beschützt.

Dies ist ein großer Hund, der Krabbelkinder und auch kleine Kinder versehentlich umstoßen kann. Seinem zurückhaltenden Charakter treu bleibend, begrüßt er fremde Kinder nicht mit einem wedelnden Schwanz, ist in der Regel aber verlässlich.

Der Deutsche Schäferhund kann auch mit anderen Hunden und Tieren friedvoll zusammenleben, insofern er dies bereits im Welpenalter gelernt hat. Es kann sich schwieriger gestalten einen ausgewachsenen Deutschen Schäferhund an einen Haushalt mit anderen Tieren zu gewöhnen, falls der Hund den Umgang mit anderen Hunden oder Katzen nicht gewöhnt ist. Eventuell müssen Sie einen professionellen Trainer engagieren, der Ihnen behilflich ist, oder sich Rat von der Rettungsorganisation holen, falls Sie den Deutschen Schäferhund von dort geholt haben.

Geschichte

Der Deutsche Schäferhund ist eine relativ neue Rasse, die aus 1899 stammt, und er verdankt seine Existenz einem Mann: Kapitän Max von Stephanitz, einem Karriere Hauptmann der deutschen Kavalerie, mit dem Ziel eine deutsche Rasse zu kreieren, die ein unübertreffbarer Hütehund werden sollte.

Jahrhunderte vor Stephaniz' Erscheinen vertrauten Bauern aus Deutschland und dem Rest Europas auf Hunde, um ihre Herden anzutreiben und zu beschützen. Einige Hunde waren legendär für ihr Talent und Schäfer reisten tagelang, um ihre Hündinnen mit einem angesehenen Vatertier zu züchten. Wie von Stephanitz allerdings festgestellt hatte, wurden die Hütehunde der Region bislang noch nicht zu einer eigenständigen Rasse geformt.

1898 zog sich von Stephanitz vom Militärdienst zurück und begann seine zweite Karriere, die auch seine Leidenschaft sein sollte: er experimentierte mit Hunderassen, um einen überlegenen deutschen Hütehund zu kreieren. Stephanitz studierte die Zuchttechniken der Briten, die für ihre außergewöhnlichen Hütehunde bekannt waren, und reiste durch Deutschland, besuchte Hunde-Shows und beobachtete deutschartige Hütehunde.

Von Stephanitz sah viele gute Hütehunde, sportliche Hunde, intelligente, oder auch tüchtige. Was er nicht sah war ein Hund, der alle diese Eigenschaften inne hatte.

Eines Tages, 1899, besuchte von Stephanitz eine Hunde-Show, als ihm ein wolfsartiger Hund auffiel. Sofort kaufte er den Hund, Hektor Linksrhein genannt. Später nannte er ihn in Horand v Grafeth um, die kraftvolle Physis und Intelligenz imponierte von Stephanitz so sehr, dass er einen Verein gründete - den Verein für deutsche Schäferhunde - um eine Rasse aus Horand's Nachfolgen zu gründen.

Obwohl er die Rasse ursprünglich als Hütehund vorgesehen hatte, so sah von Stephanitz den Nutzen für solche Hunde, aufgrund Deutschlands fortlaufender Industrialisierung, schwinden. Er war dazu entschlossen, dass seine Rasse weiterhin als Arbeitshund fungieren sollte, so entschied er, dass die Zukunft des Hundes in der Arbeit mit der Polizei und dem Militär lag.

Seine Kontakte zum Militär nutzend überzeugte von Stephanitz die deutsche Regierung, diese Rasse zu nutzen. Während des 1. Weltkrieges diente der Deutsche Schäferhund dem Roten Kreuz als Botschafter, Retter, Bewacher, Träger des Vorrats, sowie als Wächter.

Obwohl der Deutsche Schäferhund bereits vor dem Krieg in die USA kam, wurde die Rasse doch erst mit dem Krieg in den USA bekannt. Verbündeten Soldaten fiel der Mut und die Intelligenz des Hundes auf und eine Vielzahl der Hunde kehrte daraufhin mitsamt der Soldaten nach Hause.

Einer dieser Hunde war ein fünf Tage alter Welpe in Frankreich, der von einem amerikanischen Unteroffizier, aus Los Angeles, aus einer vom Bomben zerstörten Hundebox befreit wurde. Der Unteroffizier nahm den Welpen mit nach Hause, trainierte ihn und verwandelte ihn in einen der bekanntesten vierbeinigen Stars Hollywoods: Rin Tin Tin, der in 26 Filmen auftrat und dabei half die Rasse in Amerika populärer zu machen.

Obwohl die Alliierten von den deutschen Hunden beeindruckt waren, mochten sie die deutschen Wurzeln der Hunde nicht. Während der Kriegszeit wurden alle Deutschen stigmatisiert und 1917 änderte der American Kennel Club (AKC) die Rasse in Schäferhund um.

In England wurde der Hund in Elsässischer Wolfshund umbenannt, nach dem deutsch-französischen Grenzgebiet von Elsas-Lothringen. Der AKC verwendete dann, 1931, wieder den originalen Namen "Deutscher Schäferhund"; erst 1977 machte es der British Kennel Club ihm nach.

Von Stephanitz blieb mit der Entwicklung der Rasse sehr involviert und 1922 alarmierten ihn einige der aufkommenden Eigenschaften des Hundes, wie etwa das schwache Temperament und die Neigung zu Zahnkaries. Er entwickelte ein System für strenge Qualitätskontrolle: Bevor jeder individuelle Deutsche Schäferhund gezüchtet wurde, musste er zahlreiche Tests bzgl. seiner Intelligenz, seines Temperaments, seiner Sportlichkeit und guten Gesundheit bestehen.

Die amerikanische Zucht des Deutschen Schäferhundes hingegen war nicht so reguliert. In den USA wurden die Hunde gezüchtet, um Hunde-Shows zu gewinnen und die Züchter legten ihr Augenmerk eher auf das Aussehen, das Gangbild und die Bewegungsart des Hundes.

Nach dem 2. Weltkrieg divergierte die amerikanisch und deutsch gezüchtete Rasse des Deutschen Schäferhundes auf dramatische Weise. Die amerikanische Polizeibehörde und das Militär begannen sogar Deutsche Schäferhunde als Arbeitshunde zu importieren, da die innerländlichen Deutschen Schäferhunde die Leistungstests nicht bestanden und von genetischen Krankheiten geplagt wurden.

In den letzten Jahrzehnten legten einige amerikanische Züchter wieder mehr Augenmerk auf die Fähigkeiten des Hundes und weniger auf seine reine Erscheinung, sie importierten Arbeitshunde aus Deutschland, um sie in ihr Zuchtproramm aufzunehmen. Inzwischen ist es möglich amerikanisch gezüchtete Deutsche Schäferhunde zu erwerben, die dem Ruf der Rasse, ein fähiger Arbeitshund zu sein, entsprechen. 

Temperament / Aktivität

Ende des 19. Jh. wurde nur der stockhaarige, wolfsähnliche Typ aus den deutschen Schäferhundschlägen rein gezüchtet, weil er dem Zeitgeschmack entsprach und der stockhaarige Hund mit funktionellem Gebäude am leistungsfähigsten erschien. Die zielstrebige Zucht mit thüringischen und württembergischen Schäferhunden schuf den Deutschen Schäferhund. Von Anbeginn an stand der Diensthund für Polizei und Militär im Vordergrund der Zuchtbemühungen. In beiden Weltkriegen erwarben sich Deutsche Schäferhunde an der Front hohe Achtung bei den Soldaten aller Nationen. Der Deutsche Schäferhund, im Ausland auch Alsatian genannt, stürmte in aller Welt die Ranglisten der beliebtesten Hunderassen.

Wie jede andere „Moderasse" hat auch er unter der Vermarktung zu leiden. Doch Hunde aus verantwortungsbewussten Zuchten sind nach wie vor hervorragende Diensthunde, zuverlässige Sport- und Familienhunde. Der Deutsche Schäferhund braucht engen Kontakt zu seiner Bezugsperson, viel Bewegung und Beschäftigung. Jeder Schäferhundbesitzer findet für sich und den vielseitig einsetzbaren, arbeitsfreudigen und leichtführigen Hund die passende Beschäftigung: Turnierhundsport, Agility, Katastrophenhund, Lawinenhund, Schutzhund, Herdengebrauchshund usw. Keinesfalls darf der Schäferhund sich selbst überlassen als „Alarmanlage" missbraucht werden. Denn Haltungs- und Erziehungsfehler wirken sich bei dem geborenen Arbeitshund immer negativ aus.

Deutscher Schäferhund - empfohlene Hundenamen

Männliche Hundenamen Weibliche Hundenamen
01 . CaineCharro
02 . AlfonsAvidya
03 . ChuckyJusta
04 . IsidorAschira
05 . JojoDenise
06 . JukasMel
07 . FreddiMagna
08 . AranoKiss Me
09 . JokosLugra
10 . ExesNikol

Hunde Leckerbissen

FCI-Nr.: 166/1.1   
Monatliche Futterkosten: ca. 40 € 
Lebenserwartung: ca. 12 Jahre 
Welpenpreis: ab ca. 500 € 
Zuchtclubs im VDH: Verein für Deutsche Schäferhunde (SV).

Hunderasse 60-69 cm.